Bei der WM droht Angelo Stiller eine Statisten-Rolle. Im deutschen Mittelfeldzentrum haben nach dem 7:1-Kantersieg über Curacao Aleksandar Pavlovic und Felix Nmecha die Nase umso klarer vorn. Als erster Einwechselspieler gilt indes Leon Goretzka.
Stiller dürfte wohl nur dann gefragt sein, wenn Pavlovic eine Pause bekommen soll oder sich verletzt. Und dennoch dürfte der Ausgang der Weltmeisterschaft mit dem DFB-Team Einfluss auf die weiter unklare Zukunft von Stiller haben.
Neue Details zur Ausstiegsklausel
Fakt ist, dass der 25-Jährige beim VfB Stuttgart noch bis 2028 unter Vertrag steht. Dem Vernehmen nach soll Stiller in diesem Sommer allerdings offen für den nächsten Karriereschritt zu einem internationalen Topklub sein. Möglich machen könnte das eine Ausstiegsklausel, die bei 36,5 Millionen Euro liegen soll. Dass diese von einem anderen Klub aktiviert wird, ist aber höchst unwahrscheinlich.
Denn die Schwaben können Stiller die Klausel für eine Zahlung von zwei Millionen Euro abkaufen und die Ablöse dann frei verhandeln. Von einem Preisschild von rund 50 Millionen Euro war zuletzt die Rede.
Warten auf Angebote: Muss der VfB Stiller die Klausel gar nicht abkaufen?
Möglich aber auch, dass sich die Schwaben die zwei Millionen Euro an Stiller sparen können. Denn laut Bild ist die Ausstiegsklausel nicht den gesamten Sommer über gültig. Vielmehr hänge sie auch mit dem Abschneiden der Nationalmannschaft zusammen. Je länger das DFB-Team bei der WM im Turnier ist, desto länger soll die Klausel gültig sein.
Konkrete Angebote sollen derzeit noch nicht vorliegen. Der Transfermarkt in einem WM-Sommer kommt traditionell aber erst spät so richtig ins Rollen. Aus VfB-Sicht hoffe man aber, dass eine Entscheidung beim Mittelfeld-Chef nicht allzu lange auf sich warten lässt. Denn sollte Stiller wirklich gehen, braucht es einen Ersatz. Neben Caspar Jander und Kodai Sano soll der VfB dafür auch Nathan De Cat dafür im Blick haben (90min berichtete).
Eine schnelle Entscheidung bei der Stiller-Zukunft ist laut Bild nicht zu erwarten. Am liebsten würde man in Stuttgart in eine weitere Saison mit dem Linksfuß gehen. Möglich ist das zwar weiterhin – genauso aber ein Abgang nach der WM.
