Verliert RB Leipzig nach dem Abgang von Yan Diomande weitere Schlüsselspieler? Kapitän David Raum hat beispielsweise nur noch einen Vertrag bis 2027, was die Leipziger unter Druck setzt. Bislang haben die Sachsen aber offenbar noch die Ruhe weg. Zwar hatte Marcel Schäfer angekündigt, dass womöglich noch im Trainingslager Gespräche stattfinden würden, jedoch ist das laut Raum nicht der Fall gewesen.
"Es ist wirklich noch sehr, sehr ruhig. Auch, weil ich noch kein anderes Gebot vorliegen habe, so ehrlich bin ich", schilderte der Linksverteidiger am Rande des Trainingslagers gegenüber Sky. Raum war bei der WM 2026 nur Ersatz, weshalb er sich nicht bei großen Klubs ins Schaufenster spielen konnte. Seine Situation nimmt Raum jedoch "tiefenentspannt" hin.
"Ich konzentriere mich jetzt einfach auf dieses Jahr, was sehr wichtig für mich ist", kündigte er an. Raum wolle "auf jeden Fall dieses eine Jahr noch" bei RB Leipzig verbringen. Damit lässt der Linksfuß sich fürs Erste alles weitere offen - einen Abschied wie auch eine Vertragsverlängerung.
"Man muss sich zusammensetzen und schauen: Was will der Verein? Wo will der Verein hin? Was hat der Verein mit mir persönlich vor und wo sieht er sich in den nächsten Jahren?", erläuterte Raum. Zudem wolle er "abwägen, welche Erwartungen ich selbst an mich habe und wie hoch die Wertschätzung ist".
Raum bringt Leipzig in eine schwierige Lage: Abflug bei enttäuschender Saison?
Bedenkt man, dass der Vertrag im kommenden Sommer ausläuft, sind Raum und RB Leipzig erstaunlich spät dran. Für den Spieler ist das kein so großes Problem, da er sich darauf verlassen kann, dass von den Leipzigern noch ein attraktives Angebot kommen dürfte. Immerhin genießt er als Kapitän ein gewaltiges Standing. Für Leipzig wäre es natürlich bitter, den Leader 2027 ablösefrei zu verlieren. Gleichermaßen ist es schwierig, Druck aufzubauen, weil Raum dafür sportlich und charakterlich zu wichtig ist.
"Eigentlich will der Verein ungern den Vertrag bei einem Spieler auslaufen lassen. Ich weiß nicht, was sie mit mir vorhaben. Im Moment sieht es nicht danach aus, als würden sie mich verkaufen oder loswerden wollen", erklärte Raum, der gegenwärtig keinen Abschied anstrebt.
"Im Moment sehe ich mich noch hier", betonte Raum, jedoch weiß man spätestens seit dem Sommer um die Bedeutung des kleinen Wortes "noch".
Raum will mit Leipzig Champions League spielen
Ein Grund dafür, dass sich Raum vorerst in Leipzig sieht, dürfte auch am Erreichen der Champions League liegen. "Ich wollte mir noch ein Jahr Champions League erarbeiten und das genieße ich jetzt auch noch und alles andere muss man schauen", benutzte Raum erneut das Wort "noch".
Ob der Kapitän seinen Vertrag verlängert, dürfte also insbesondere von der sportlichen Performance in der kommenden Saison abhängen. Für Leipzig ist das eine unangenehme Situation.
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