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44 Spieler im ersten Klopp-Aufgebot: Diese Stars fehlen im DFB-Team

Jürgen Klopp hat bei seiner ersten Nominierung zahlreiche Überraschungen parat. Einige Stars schauen trotz XXL-Kader in die Röhre.
VonSimon Zimmermann
Klopp verzichtet unter anderem auf Deniz Undav (l.) & Jamie Leweling
Klopp verzichtet unter anderem auf Deniz Undav (l.) & Jamie Leweling | DeFodi Images/GettyImages

Im Vorfeld der ersten Kader-Nominierung von Bundestrainer Jürgen Klopp sickerten schon viele Informationen durch. Zum einen, dass der 59-Jährige zum Start der Nations League auf einen XXL-Kader setzen wird. Zum anderen wurden viele Namen geleakt, die von Klopp nominiert wurden.

Am Donnerstagvormittag ab 10 Uhr gab der neue Hoffnungsträger des deutschen Fußballs die offiziellen Antworten. Insgesamt 44 Spieler stehen in Klopps erstem DFB‑Aufgebot. Aufgeteilt werden sie in zwei Kader. Der Erste wird die Duelle gegen die Niederlande und Griechenland bestreiten. Der Zweite die Spiele gegen Serbien und das Rückspiel gegen die Griechen.


Diese 44 Spieler wurden von Klopp nominiert

"Wir haben nicht geschaut, was wir nicht haben, sondern was wir haben. Heraus kam ein sehr talentierter Kader", erklärte Klopp auf der Pressekonferenz.

Diese 44 Spieler wurden nominiert
Diese 44 Spieler wurden nominiert | Youtube/DFB

Dass bei 44 Akteuren die ein oder andere Überraschung mit dabei ist, versteht sich fast schon von selbst. Besonders bemerkenswert: 16 Spieler haben bislang noch kein einziges A-Länderspiel absolviert.

Diese 16 Nominierten sind noch ohne Länderspiel

  • Finn Dahmen (Augsburg)
  • Jonas Urbig (Bayern)
  • Noah Atubolu (Frankfurt)
  • Hennes Behrens (Augsburg)
  • Max Rosenfelder (Freiburg)
  • Philipp Treu (Freiburg)
  • Bambassé Conté (Hoffenheim)
  • Yannick Engelhardt (Freiburg)
  • Younes Ebnoutalib (Frankfurt)
  • Finn Jeltsch (Stuttgart)
  • Mika Baur (Celtic)
  • Said El Mala (Köln)
  • Brajan Gruda (Leipzig)
  • Vitaly Janelt (Brentford)
  • Felix Keidel (Elversberg)
  • Derry Scherhant (Freiburg)

Diese Stars fehlen im deutschen Kader

Trotz der Fülle an Spielern im Klopp-Kader gibt es auch den ein oder anderen bekannten Namen, der im Aufgebot fehlt. Neben TSG-Keeper Oliver Baumann allen voran VfB-Kapitän Deniz Undav und auch Leroy Sané (Galatasaray).

Während Baumann und Sané künftig wohl keine Rolle mehr im DFB-Team spielen dürften, soll Undav grundsätzlich noch gute Chancen unter Klopp haben, zunächst aber erst wieder vollständig fit werden und in Topform kommen (90min berichtete).

1. Loris Karius (Schalke)

Loris Karius
Loris Karius | Stuart Franklin/GettyImages

Der Schalke-Keeper spielte einst unter Klopp in Liverpool. Bei den Königsblauen hat der 33-Jährige seine Karriere wieder in Schwung gebracht und überzeugte zuletzt nach dem geglückten Aufstieg auch in der Bundesliga.

Klopp betonte auf der PK, dass Deutschland überhaupt kein Torwart-Problem habe. Zwischen den Pfosten im DFB-Team sieht er künftig aber andere. Fünf Keeper stehen in seinem Aufgebot, die damit allesamt in der Hierarchie noch vor Karius sind.

"Ich habe mich als erfahrenen Mann für Marc-André ter Stegen entschieden. Dahinter wollte ich dann die nächste Generation haben", so Klopp – auch über die Nicht-Nominierung von Oliver Baumann.

2. Jeff Chabot (VfB Stuttgart)

Jeff Chabot
Jeff Chabot | Alex Grimm/GettyImages

Immer wieder wird der VfB-Abwehrchef beim DFB-Team ins Spiel gebracht. Der 28-jährige Innenverteidiger scheint aber auch unter Klopp zu viel Konkurrenz vor der Nase zu haben. Die Tür in die A-Nationalmannschaft scheint für den vierfachen U21-Nationalspieler ziemlich zu.

3. Karim Coulibaly (Racing Straßburg)

Karim Coulibaly
Karim Coulibaly bei der deutschen U21 | Stuart Franklin/GettyImages

Für einen der Shootingstars der vergangenen Bundesliga-Saison dürfte das nicht gelten. Der 19-jährige Karim Coulibaly wechselte diesen Sommer von Bremen nach Frankreich, muss sich bei Racing Straßburg aber erst noch durchsetzen. Gelingt ihm das, dürfte Klopp früher oder später auf den Youngster zurückgreifen. Vorerst wird Coulibaly weiter für die deutsche U21 im Einsatz sein.

4. Nnamdi Collins (Eintracht Frankfurt)

Nnamdi Collins
Nnamdi Collins | Stuart Franklin/GettyImages

Die Bild hatte vor der Nominierung noch berichtet, der 22-jährige Verteidiger werde im Klopp-Aufgebot zu finden sein. Doch der neue Bundestrainer verzichtete auf den Frankfurter, der eine schwierige Vorsaison hinter sich hat und sein A-Länderspiel-Debüt unter Julian Nagelsmann völlig verpatzte.

Rückenprobleme verhinderten in der neuen Spielzeit noch Einsätze von Collins, weshalb seine Nicht-Nominierung durchaus nachvollziehbar ist. Potenzial, um später wieder dabei zu sein, hat der Youngster aber sicher.

5. Angelo Stiller (VfB Stuttgart)

Angelo Stiller
Angelo Stiller | Vitalii Kliuiev/GettyImages

Der Stuttgarter Mittelfeld-Stratege musste jüngst gegen Hoffenheim verletzt ausgewechselt werden, zog sich aber nur eine Knieprellung zu und könnte sogar schon am Samstag gegen Dortmund wieder auflaufen. Dennoch verzichtete Klopp auf den Linksfuß.

In seinem Aufgebot scheint der Bundestrainer zunächst andere zentrale Mittelfeldspieler testen zu wollen. Neben Kapitän Joshua Kimmich, der fest in dieser Rolle eingeplant ist, und Bayern-Teamkollege Aleks Pavlovic stehen über die vier Spiele auch Tom Bischof, Nadiem Amiri, Yannik Engelhardt, Felix Nmecha, Anton Stach, Vitaly Janelt, Felix Keidel und Mika Baur für das Mittelfeld-Zentrum zur Verfügung.

6. Maximilian Beier (BVB)

Maximilian Beier
Maximilian Beier | DeFodi Images/GettyImages

Man könnte meinen, Maxi Beier wäre mit seiner Schnelligkeit und geradlinigen Spielweise der perfekte Klopp-Spieler. Dennoch verzichtete der Bundestrainer auf den 23-Jährigen, der in Dortmund von nun an auch vermehrt als Schienenspieler zum Einsatz kommen soll. Beiers beste Rolle ist aber eine Position in einer Doppelspitze oder alternativ als Flügelstürmer.

Auch hier testet Klopp wohl zunächst einige Überraschungskandidaten – wie etwa den Hoffenheimer Bambasé Conté und Freiburgs Derry Scherhant.

7. Jamie Leweling (VfB Stuttgart)

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Jamie Leweling | THOMAS KIENZLE/GettyImages

Was für Beier gilt, kann genauso für Jamie Leweling gelten. Der 25-jährige Stuttgarter hat zudem den Vorteil, dass er auch als offensiver Rechtsverteidiger auflaufen könnte. Dennoch verzichtete Klopp auch auf den sechsfachen Nationalspieler, der sich in Stuttgart zunächst wieder seinen Stammplatz zurückerobern muss.

8. Nicolo Tresoldi (Club Brügge)

UEFA, Champions League Club Brugge v Aston Villa
Nicolo Tresoldi | ANP/GettyImages

Ein Sonderfall scheint Nicolo Tresoldi zu sein. Der 22-jährige Torjäger von Club Brügge hat für die deutsche U21 in 24 Einsätzen zwölf Tore erzielt. Schon vor der WM wurde er von vielen für den deutschen Kader gefordert. Tresoldi könnte sich aber auch für eine Nationalelf-Karriere für Italien entscheiden.

Klopp erklärte auf der PK, dass beim Ex-Hannoveraner hierfür der Entscheidungsprozess noch laufe. Dem DFB droht somit weiter der Verlust des talentierten Angreifers.

9. Dzenan Pejcinovic (VfB Stuttgart)

Dzenan Pejcinovic
Dzenan Pejcinovic | Vitalii Kliuiev/GettyImages

Schon lange als großes Talent im Sturmzentrum gilt Dzenan Pejcinovic. Nach seinem 25-Millionen-Euro-Wechsel von Wolfsburg nach Stuttgart waren viele davon ausgegangen, dass der 21-Jährige direkt den Sprung ins Klopp-Team schafft.

Zunächst muss sich Pejcinovic aber offenbar weiter beim VfB und in der U21-Nationalmannschaft beweisen.

10. Paris Brunner (AS Monaco)

Paris Brunner
Paris Brunner | Eurasia Sport Images/GettyImages

Die deutschen Junioren führte Paris Brunner 2023 zum U17-Welt- und Europameister-Titel. Doch sein Stern beim BVB sollte einfach nicht aufgehen. Brunner flüchtete ins Fürstentum und hat sich bei der AS Monaco nun über den Umweg Cercle Brügge (Leihe) unter Neu-Trainer Filipe Luis im Sturmzentrum durchgesetzt. Der 20-Jährige dankte es bisher mit fünf Toren in den ersten sechs Pflichtspielen der Saison zurück.

Früher oder später könnte Brunner also tatsächlich doch noch ein heißes Thema für die A-Nationalmannschaft werden. Zunächst steigt er aber offenbar erstmal von der U20 in die U21 auf (90min berichtete).

Weitere Namen, die im Vorfeld der Nominierung gehandelt wurden

  • Merlin Röhl (FC Everton)
  • Tim Lemperle (TSG Hoffenheim)
  • Julian Brandt (Ajax)
  • Noel Aseko (Eintracht Frankfurt)
  • Tom Rothe (Union Berlin)
  • Elias Baum (Eintracht Frankfurt)

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