2026 Real-Trainer? Das sagt Klopp nach dem Alonso-Aus

Der RedBull-Fußballchef wird als neuer Trainer von Real Madrid gehandelt. Was Jürgen Klopp zu den Gerüchten sagt und wie er das schnelle Aus von Xabi Alonso wahrgenommen hat.
Jürgen Klopp stärkt Alonso nach Real-Aus den Rücken
Jürgen Klopp stärkt Alonso nach Real-Aus den Rücken / ODD ANDERSEN/GettyImages
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Nach dem bitteren Aus bei Real Madrid am vergangenen Montag erhält Xabi Alonso nun prominenten Rückhalt. In der Servus TV-Sendung "Sport und Talk aus dem Hangar-7“ stellte sich Ex-Liverpool-Trainer Jürgen Klopp klar hinter den Spanier und fand zugleich deutliche Worte in Richtung der Königlichen.

"Wenn Xabi Alonso, der über zwei Jahre in Leverkusen gezeigt hat, welch überragendes Trainertalent er ist, ein halbes Jahr später bei Real Madrid gehen muss, ist das ein Zeichen, dass dort nicht alles zu 100 Prozent richtig ist“, sagte Klopp. Der 58-Jährige betonte damit nicht nur Alonsos hohe Trainerqualität, sondern stellte auch die internen Strukturen beim spanischen Rekordmeister infrage.

Klopp ab Sommer 2026 Real-Trainer?

"Das hat mit mir gar nichts zu tun und hat in mir auch nichts ausgelöst."

Klopp über Real-Gerüchte (Servus TV)

An ein eigenes Engagement als Chefcoach der Blancos wolle Klopp nicht denken. Laut Sky-Transferexperte Florian Plettenberg steht der 58-Jährige auf der Liste der Königlichen, um ab der kommenden Saison an der Seitenlinie zu stehen. Klopp selbst hatte in der Vergangenheit aber stets betont, nicht mehr als Trainer arbeiten zu wollen und in seiner Rolle als RB-Fußballchef glücklich zu sein.

Das unterstrich er nun auch angesichts der neuen Gerüchte: "Das hat mit mir gar nichts zu tun und hat in mir auch nichts ausgelöst. Der Trainermarkt wird durchgemischt und es ist nicht schlimm das Ganze mal aus der Beobachterrolle mitzubekommen und nicht darüber nachzudenken, was das für einen selber bedeuten könnte, weil man da, wo man ist, am richtigen Ort ist."

Ancelottis Erbe als große Hypothek

Zu Alonsos schnellem Scheitern, nachdem dieser erst im vergangenen Sommer die Nachfolge von Trainer-Legende Carlo Ancelotti antrat, hielt Klopp fest, dass das Erbe des Italieners eine schwere Bürde gewesen sei. Ancelotti habe "eine ganz bestimmte Art, eine Fußballmannschaft zu trainieren“, erklärte der frühere Liverpool-Coach. Diese Herangehensweise habe beim Star-Ensemble der Königlichen hervorragend funktioniert. In seiner zweiten Amtszeit von 2021 bis 2025 gewann der Italiener sechs Titel, darunter zweimal die UEFA Champions League.

Alonso hingegen, der bei Real auf klare Strukturen und feste Regeln setzen wollte, konnte diese im hochkarätig besetzten Kader nie nachhaltig etablieren. "Das hat sich jetzt als zu schwierig dargestellt“, bilanzierte Klopp.

Gleichzeitig zeigte der 58-Jährige großes Mitgefühl mit dem ehemaligen Doublesieger aus Leverkusen. Er sei überzeugt, dass Alonso bald einen neuen Trainerposten finden werde, räumte jedoch ein, dass das Aus bei Real Spuren hinterlassen dürfte. "Tut mir wirklich leid für ihn, denn ich halte ihn für einen großartigen Trainer, und es wird für ihn natürlich auch weitergehen. Aber das war sein Verein und ich glaube, Real Madrid bedeutet für die meisten Trainer die Endstufe. Wenn man einmal da ist, möchte man dort auch bleiben", sagte Klopp.

Alonso gibt ehrliches Abschieds-Statement

Am Dienstagmorgen meldete sich der Baske sichtlich enttäuscht zu Wort und äußerte sich erstmals öffentlich zu seinem Aus bei seinem einstigen Herzensverein. Über Instagram erklärte Xabi Alonso das Kapitel Real Madrid für beendet und richtete sich mit persönlichen Worten an die Spieler sowie an die Fans der Königlichen.

"Diese berufliche Phase ist beendet, und es ist nicht so gelaufen, wie wir es gerne hätten. Real Madrid zu trainieren war eine Ehre und Verantwortung. Ich danke dem Verein, den Spielern und vor allem den Fans und dem Madridsmo für das Vertrauen und die Unterstützung. Ich gehe mit Respekt, Dankbarkeit und dem Stolz, mein Bestes gegeben zu haben."


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