Jonas Urbig gilt beim FC Bayern München als Torwart der Zukunft. Im Interview mit Sky spricht der 21-Jährige offen über seine aktuelle Situation, seine WM-Hoffnungen und seinen mutigen Wechsel nach München.
Dabei wird schnell klar: Der Fokus liegt für Urbig aktuell klar auf dem Hier und Jetzt und auf sportlichem Erfolg mit dem Rekordmeister.
Fokus auf Titel mit den Bayern statt WM-Teilnahme
Auch wenn die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko ein großes Ziel ist, ordnet Jonas Urbig seine Ambitionen klar ein: "Der Fokus liegt bei mir gerade ganz klar auf meinem Knie, der Genesung und den wichtigen Wochen, die wir jetzt hier beim FC Bayern München haben, weil wir in allen drei Wettbewerben gewinnen können."
Sollten die Münchner tatsächlich das erste Triple seit 2020 holen, hätte Urbig einen maßgeblichen Anteil daran. In dieser Saison kommt der Keeper bislang auf 14 Einsätze in Bundesliga, Champions League und DFB-Pokal und kassierte dabei lediglich 13 Gegentore. Seine Entwicklung blieb auch Bundestrainer Julian Nagelsmann nicht verborgen, der ihn zuletzt erstmals für die A-Nationalmannschaft nominierte.
Die Frage nach einer möglichen WM-Teilnahme sieht Urbig dennoch gelassen: "Ob ich dann bei der WM sein sollte oder nicht, das entscheidet immer noch der Bundestrainer."
Urbig steht für Neuer-Erbe bereit
Der 22-Jährige war im Januar 2025 für sieben Millionen Euro vom 1. FC Köln nach München gewechselt. Diese Entscheidung bezeichnet der Keeper bei Sky als bewusst und richtig: "Es war die Chance, mich sportlich und persönlich weiterzuentwickeln – mit einem sehr guten Trainerteam und einer starken Torwartgruppe." Rückblickend stellt er klar: "Ich bereue ihn nicht."
Im Sommer könnte Urbig Bayerns neuer Stammkeeper werden, da die Zukunft von Manuel Neuer weiter ungewiss bleibt. Allerdings macht sich Urbig keinen Druck: "Ob ich derjenige bin, ist nicht meine Entscheidung. Ich versuche, mental immer bereit zu sein und meine Qualität zu zeigen."
Für Jonas Urbig steht ein Sommer voller entscheidender Spiele und großer Fragen bevor. Wie viele Titel er mit den Bayern holen wird, ob er den Sprung zur WM schafft und ob er zur neuen Nummer eins aufsteigt, ist noch offen. Doch eines scheint bereits jetzt sicher: Der junge Keeper ist bereit, jede Herausforderung erfolgreich zu meistern.
