Zwei Gladbach-Rätsel: Der Stand bei Cvancara & Güner

Die Güner-Seite erhöht den Druck und macht klar, dass der Fohlen-Youngster sofort nach Istanbul will. Von einem konkreten Angebot will man am Niederrhein aber nichts wissen. Derweil ist Tomas Cvancara zurück. Aber wohl kaum, um zu bleiben.
Can Armando Güner will im Winter weg
Can Armando Güner will im Winter weg / Jürgen Fromme - firo sportphoto/GettyImages
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Can Armando Güner hat die Qual der Wahl. Das gilt für das 18-jährige Stürmer-Juwel nicht nur auf Verbands- sondern auch auf Vereinsebene. Das Gladbacher Eigengewächs ist in Krefeld geboren, besitzt aber auch einen argentinischen Pass. Für die Gauchos war er zuletzt bei der U17-WM im Einsatz. Auflaufen könnte Güner ebenso für die Türkei.

Auf Vereinsebene scheint zumindest eines klar: Eine Zukunft am Niederrhein besitzt Güner nicht. Gladbach hätte den bis kommenden Sommer gültigen Vertrag zwar liebend gerne verlängert, der Youngster hat sich aber für einen Abschied entschieden. Am liebsten würde Güner wohl schon diesen Winter den Abflug machen. Ob das gelingt, ist noch ungeklärt.

Güner-Berater macht Druck - aber das Angebot fehlt

Fakt ist, dass vor allem Galatasaray großes Interesse zeigt. Auch Fenerbahce soll mittlerweile ins Rennen eingestiegen sein. Laut übereinstimmenden Berichten hatte sich Güner in Gladbach zuletzt krank gemeldet, war dann aber in der Türkei zu Gesprächen vor Ort.

Sein Berater Mehmet Eser erhöht nun den Druck. Vom türkischen Journalisten Kaya Temel wird er wie folgt zitiert: "Wir möchten diesen Transfer im Januar abschließen. Wir wollen ihn nicht bis zum Ende der Saison hinauszögern. Es sind verschiedene Vereine beteiligt. Can möchte zu Galatasaray. Der Vater des Spielers arbeitet seit über 30 Jahren in Deutschland. Er hat bestimmte Erwartungen an Galatasaray. Die Familie plant, sich in Istanbul niederzulassen."

Allerdings soll es noch gar kein konkretes Angebot für Güler geben. Weder von Galatasaray noch von einem anderen Klub. Kommt das nicht, muss Güner wohl bis Sommer am Niederrhein verweilen.

"Ich kann nur sagen, dass für ihn bei uns kein einziges Angebot eingegangen ist. Wir werden ihn jetzt wieder hier integrieren und intern sicherlich Gespräche führen. Es war für alle sehr, sehr aufregend, glaube ich, aber Fakt ist, dass er ein Spieler von uns ist. Wir haben weder ein Angebot abgelehnt, noch Zahlen aufgerufen", erklärte Borussen-Sportchef Rouven Schröder der Bild.

Cvancara zurück in Gladbach - vorerst

Offen ist derweil auch noch die Zukunft von Stürmer-Flop Tomas Cvancara. Nach dem Abbruch der Leihe zu Antalyaspor ist der 25-jährige Tscheche zurück am Niederrhein. Dort soll er aber im Bestfall nicht lange bleiben. Gladbach würde Cvancara offenbar am liebsten erneut verleihen.

Dafür wurde der Stürmer jüngst sogar freigestellt. Gespräche mit anderen Klubs scheinen bislang aber noch zu keinem Ergebnis geführt zu haben. Mittlerweile ist Cvancara zurück im Gladbach-Training.

"Er trainiert wieder bei uns mit, er ist topfit. Wir suchen für Tomas aber in der Transferperiode weiter eine Lösung", erklärte Schröder.

Bis Sommer 2028 besitzt Cvancara noch einen gültigen Vertrag. 2023 hatten die Fohlen 10,5 Millionen Euro Ablöse für den Torjäger bezahlt. Eine Summe, die er nie gerecht werden konnte. Cvancaras Marktwert ist mittlerweile auf 2,5 Millionen Euro in den Keller gesackt. Die Gladbacher hatten gehofft, dass der Tscheche in der Türkei neues Selbstvertrauen tankt und zumindest seinen Wert wieder steigern kann.

Dieser Plan ist krachend fehlgeschlagen, weshalb Cvancara im zweiten Teil der Saison andernorts einen erneuten Anlauf nehmen soll.


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