Lothar Matthäus hatte bereits den richtigen Riecher. Der Rekord-Nationalspieler und Sky-Experte witterte unmittelbar nach der 0:5-Klatsche von Borussia Mönchengladbach beim SC Freiburg einen "sehr gefährlichen Moment" für Gladbach-Trainer Eugen Polanski, das habe "die Leistung auf dem Platz gezeigt". Und er sollte Recht behalten. Schon am Morgen danach trennten sich die Wege von Klub und Trainer.
Auch für Matthäus war diese Entwicklung verständlich. "Meine Borussia ist nicht aus den Startlöchern gekommen", bilanziert der ehemaliger Spieler der Fohlen in aller Deutlichkeit: "Man kann nach drei Spielen mit null Punkten dastehen, aber nicht mit einem 0:5 oder so einer Niederlage gegen Aufsteiger Elversberg."
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— Sky Sport (@SkySportDE) September 12, 2026
Als mögliche Nachfolger für Polanski brachte Matthäus gleich zwei Trainer mit Bremer Vergangenheit ins Spiel: Ole Werner und Horst Steffen. Werner habe vergangene Saison bei RB Leipzig "hervorragend gearbeitet", erklärte Matthäus, der bei Steffen, der nach extrem erfolgreichen Jahren in Elversberg vergangene Saison eine unglückliche erste Trainerstation in der Bundesliga hatte, vor allem dessen Gladbacher Vergangenheit hervorhob. "Er hat dort die U19 trainiert, Ole Werner hat es auch in Kiel und in Bremen gezeigt und kennt die Bundesliga. Wenn es zur Trennung kommen sollte, wären das für mich zwei Kandidaten."

Polanski-Trennung deutete sich bereits an
Bei Borussia Mönchengladbach schrillen spätestens seit dem desaströsen Auftritt in Freiburg alle Alarmglocken. Nicht nur die Niederlage an sich, sondern gerade die Art und Weise ließ vermuten, dass hier der nächste Absturz eines großen Klubs in vollem Gange sein könnte. Drei Spiele, drei Niederlagen, Bundesliga-Platz 18 - und vom Kapitän werden interne Reibungen zwischen den Spielern an die Öffentlichkeit getragen. Zwangsläufig stellt sich da die Trainerfrage.

Diese wurde nach der Klatsche in Freiburg folgerichtig auch an den verantwortlichen Gladbach-Sportchef Rouven Schröder gerichtet. Ein Bekenntnis zu Trainer Eugen Polanski war aus der Antwort nicht zu entnehmen - im Gegenteil. Der Druck auf den Coach stieg merklich - und mündet nun offenbar in der schnellen Trennung.
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