Zwei Baustellen, ein klarer Plan: Wird Hannover im Winter noch mal aktiv?
Von Leonard Schmidt

Drei Siege aus drei Testspielen in der Türkei sprechen zunächst für eine gelungene Vorbereitung von Hannover 96. Unter anderem das abschließende 1:0 gegen Mannheim lieferte dabei positive Eindrücke. Aber auch der 3:0-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach wirkte mehr als überzeugend.
Dazu steht man mit einem aktuellen fünften Platz und vier Punkte abstand auf den Dritten noch absolut im Kampf um den Aufstieg. Dennoch machte Trainer Christian Titz vor der Rückreise deutlich, dass weitere Transfers nicht ausgeschlossen sind: "Fußball ist ja kein Wunschkonzert, aber ich will nicht ausschließen, dass vielleicht auch noch was passieren könnte. Weil wir auf der einen oder anderen Position angeschlagene Spieler haben."
Offensive mit klaren Engpässen
Vor allem auf den Außenbahnen ist die Situation problematisch. Für den Rückrundenauftakt in Kaiserslautern stehen aktuell nur Noah Weißhaupt und Daisuke Yokota als gesunde Flügelspieler zur Verfügung.
Laut der Bild sucht Hannover daher gezielt nach einem torgefährlichen Spieler, der sowohl über die Flügel als auch im offensiven Mittelfeld eingesetzt werden kann. Der zuletzt angestrebte Transfer von Silas unterstreicht diesen Ansatz, auch wenn die finanziellen Rahmenbedingungen für Hannover letztlich nicht gepasst haben. Konkrete weitere Namen werden bislang jedoch noch nicht gehandelt.
Defensive wird zur größten Baustelle
Noch größer sind die Sorgen in der Abwehr. Nach dem Jahreswechsel muss Hannover laut der Bild bei Maik Nawrocki, Ime Okon und Hayate Matsuda weiterhin vorsichtig planen. Zusätzlich bereitet Boris Tomiak Kopfzerbrechen, nachdem er sich im Testspiel gegen Duisburg eine Knieverletzung zugezogen hat.
Damit rückt in Hannover zwangsläufig auch der Blick auf die zweite Saisonhälfte in den Fokus. Um die Defensive breiter aufzustellen, werden intern bereits mögliche Optionen diskutiert, zuletzt wurde dabei unter anderem Magdeburgs Andi Hoti von der Hannoverschen Allgemeine als Kandidat gehandelt.
Winter als entscheidende Phase
Die sportlichen Ergebnisse aus der Vorbereitung geben Rückenwind, ändern aber nichts an der angespannten Personallage. Hannover 96 weiß, dass Stabilität im Kader entscheidend für die Rückrunde sein wird. Ob es bei ein oder zwei weiteren Neuzugängen bleibt, hängt von der Entwicklung in den kommenden Tagen ab. Klar ist jedoch: Die Winterpause ist für Hannover noch lange nicht beendet.
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