Zur Halbzeit ausgewechselt: So ist der Stand bei Manuel Neuer
Von Leonard Schmidt

Die Gerüchte rund um die Torhüter-Situation beim FC Bayern sind derzeit kaum zu übersehen. Mit Jonas Urbig gibt es zwar einen vielversprechenden Kandidaten für die Zukunft. Dennoch dürften die auslaufenden Verträge von Manuel Neuer und Sven Ulreich in den kommenden Monaten noch einmal enorm an Bedeutung gewinnen.
Vor allem bei Neuer geht es weniger um die Frage seiner sportlichen Leistungen. Vielmehr steht im Raum, ob sich der Keeper selbst noch ein weiteres Jahr auf höchstem Niveau zutraut.
Ausgewechselt gegen Bremen
"Wir wollten nichts riskieren, aber es sollte nichts Schlimmes sein."
- Christoph Freund
Im Duell mit Werder Bremen suchte Neuer zum Ende der ersten Halbzeit plötzlich das Gespräch mit seinem Torwarttrainer und dem Teamarzt. Kurz darauf verschwanden alle drei gemeinsam im Spielertunnel. Die Konsequenz: Zur zweiten Halbzeit blieb Neuer in der Kabine, Jonas Urbig rückte zwischen die Pfosten.
Sportdirektor Christoph Freund ordnete die Situation um Manuel Neuer offen ein: "Leichte Verhärtung, war aber nur eine Vorsichtsmaßnahme. Wir wollten nichts riskieren, aber es sollte nichts Schlimmes sein."
Urbig wieder ein Top-Ersatz
Zwar war die Partie durch den Doppelpack von Harry Kane bereits früh in Richtung der Münchner gekippt. Dennoch musste sich Urbig mehrfach auszeichnen. Neben einem ruhigen Passspiel überzeugte er mit einer starken Parade und zeigte auch bei einem Konter seine Reaktionsschnelligkeit, als er in bester Neuer-Manier weit aus dem Tor sprintete.
Auf die Frage nach dem Auftritt von Jonas Urbig fand Freund deutliche Worte: "Sehr gut. Allein seine Körpersprache, wie er mitspielt. Er ist so aktiv und richtig gut. Immer wenn er reinkommt, immer wenn wir ihn brauchen, ist er da. Das hat er wieder sehr gut gemacht."
Während die Frage nach dem Torhüter der Zukunft damit einmal mehr positiv beantwortet wurde, bleibt die Situation rund um Neuer offen. Ob er auch in der kommenden Saison noch das Bayern-Trikot trägt, dürfte in den nächsten Wochen endgültig entschieden werden.
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