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Zum endgültigen DFB-Abschied: Neuer erklärt WM-Comeback

Manuel Neuer hat sich nach dem nächsten WM-Debakel zu Wort gemeldet.
Manuel Neuers DFB-Karriere ist endgültig vorbei
Manuel Neuers DFB-Karriere ist endgültig vorbei | Michael Reaves/GettyImages

Mit 128 Länderspielen verabschiedet sich Manuel Neuer ein zweites Mal und nun endgültig von der deutschen Nationalmannschaft. Nach dem dritten WM-Debakel in Folge äußerte sich der 40-Jährige zum Turnier und seinem Abschied vom DFB-Team auf Instagram.

Dort schrieb der Bayern-Kapitän, der in München noch eine weitere Saison dranhängen wird: "Es war mir immer eine Ehre!"

Neuer weiter: "Das frühe Ausscheiden bei der WM ist extrem ernüchternd. Wir sind klar hinter den Erwartungen zurückgeblieben und hätten in diesem Turnier weiter kommen müssen. Dieses Ende tut sehr weh."

Das Aus im Sechzehntelfinale hat auch zur Folge, dass Neuer auf Rang fünf der deutschen Rekordnationalspieler bleiben wird. Zwei weitere Länderspiele hätten ihm noch gefehlt, um mit Lukas Podolski auf Rang vier gleichzuziehen. Dafür hätte es aber den Viertelfinal-Einzug gebraucht. Mit einer deutschen Beteiligung am Halbfinale und Finale (oder Spiel um Platz drei) hätte Neuer sogar Thomas Müller auf vom dritten Platz (131 Länderspiele) verdrängen können.

Neuer erklärt Comeback für WM

So bleibt aber nur die große Enttäuschung. Und die Frage, ob es wirklich eine gute Idee war, kurz vor dem Turnier für ein Comeback bereitzustehen.

"Ich hatte mich ganz bewusst dafür entschieden, noch einmal für Deutschland zu spielen. Zum einen, weil es mich immer mit tiefem Stolz erfüllt hat, das Trikot der Nationalmannschaft zu tragen. Zum anderen, weil ich mit meinen 40 Jahren und den Erfahrungen aus vier WM-Turnieren auch die jungen Spieler sowohl auf als auch neben dem Platz bestmöglich unterstützen und Fußball-Deutschland helfen wollte. Trotz des bitteren Endes bereue ich diesen Schritt keine Sekunde", erklärte Neuer.

"Meine Enttäuschung ist nicht zu beschreiben, dennoch bleibt große Dankbarkeit. Danke für eure Unterstützung über all die Jahre und bei diesem Turnier", schrieb er zum Abschluss.

Keine Weltklasse mehr

Mit seinem zweiten Rücktritt wird Neuer endgültig einen Umbruch im deutschen Tor einleiten. Oliver Baumann, der in der WM-Quali eingesprungen war, weil Marc-André ter Stegen nicht zur Verfügung stand, steht mit 36 Jahren ebenfalls nicht für die Zukunft im DFB-Kasten.

Kandidaten wie Jonas Urbig, Noah Atubolu und Co. dürften sich bis zur EM 2028 – wahrscheinlich unter einem neuen Bundestrainer – um die Länderspiele streiten.

Klar ist: Einen Keeper von Weltklasse-Format haben wir aktuell nicht mehr. Das gilt aber auch für die Positionen vor dem 'Torwart, wie Toni Kroos in seinem TikTok-Format 'Kroos & Kroos: Die WM unter der Lupe' anmerkt: "Wir haben aktuell keinen einzigen Weltklasse-Spieler."

Kritisch kann man durchaus argumentieren, dass das auch für Neuer galt, auch wenn er insgesamt wohl zu den besten Torhütern aller Zeiten gehört. Mit dem Höhepunkt der WM 2014. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Neuer seither nicht mehr konstant an diese Leistungen herangekommen ist. Auch wegen zahlreicher Verletzungen. Am Ende stand er bei den letzten drei Weltmeisterschaften 2018, 2022 und 2026 zwischen den Pfosten. Das deutsche Ergebnis war jeweils ein sportliches Debakel.


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