Auch vor dem letzten Saisonspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim ist die Zukunft von Eugen Polanski bei Borussia Mönchengladbach weiterhin offen. Zwar besitzt der 40-Jährige noch einen Vertrag bis 2028, doch laut Manager Rouven Schröder soll die Entscheidung von der großen Saisonanalyse abhängen.
Polanski selbst blickt dagegen bereits nach vorne und hat klare Vorstellungen davon, was sich bei den Fohlen künftig verändern muss.
Mehr Wut und Konstanz gefordert
Vor allem die fehlende Konstanz und Mentalität seiner Mannschaft sieht Eugen Polanski kritisch. Nach starken Auftritten folgten bei Gladbach in dieser Saison immer wieder enttäuschende Rückschläge.
Besonders die deutliche 1:3-Niederlage in Augsburg direkt nach dem überzeugenden Sieg gegen Dortmund dient dem Coach dabei als Negativbeispiel. "Nach einem Rückstand sind wir zu oft in dieser Dauerschleife, dass wir die Kontrolle abgeben", erklärte Polanski selbstkritisch. Statt mit Wut und Energie zu reagieren, habe seiner Mannschaft häufig die nötige Mentalität gefehlt, um an den eigenen Matchplan zu glauben.
Insgesamt sei die Entwicklung der Borussia langsamer verlaufen als ursprünglich erhofft. "Ich habe mir in der Theorie schon ausgemalt, dass unsere Entwicklung schneller voranschreitet", gab der 40-Jährige offen zu.
Polanski wirbt um Verständnis
Gleichzeitig machte Eugen Polanski deutlich, dass auch die schwierigen Rahmenbedingungen eine große Rolle gespielt hätten. Vor allem der lange Ausfall von Tim Kleindienst habe der Mannschaft spürbar gefehlt. "Ein Typ wie Tim Kleindienst hat die komplette Saison gefehlt", erklärte der Gladbach-Coach und betonte, wie viel Einfluss der Angreifer allein mit seiner Präsenz im Training habe.
Zudem sei auch der Zeitpunkt seiner Amtsübernahme alles andere als einfach gewesen. "Es war schwierig, in eine laufende Saison einzusteigen, wo in der Vorbereitung bereits Prinzipien vorgegeben wurden", sagte der 40-Jährige.
Für die kommende Spielzeit wünscht sich Polanski deshalb gemeinsam mit Sportchef Rouven Schröder vor allem Spieler, die mehr "Wut" und "Gier" mitbringen. Ob er diesen Umbruch bei Borussia Mönchengladbach am Ende selbst begleiten darf, bleibt allerdings weiterhin offen.
