Ganz aus dem Schneider ist Werder Bremen trotz des Derbysiegs gegen den Hamburger SV immer noch nicht. Zwar beträgt der Vorsprung auf den Relegationsplatz fünf Punkte – und auf Platz 17 sogar sieben Zähler – dennoch müssen auch die Grün-Weißen weiter ihre Hausaufgaben machen.
Dabei wird Mitchell Weiser aller Voraussicht nach nicht helfen können. Der 31-Jährige arbeitet nach seinem Kreuzbandriss aus dem vergangenen Juli weiter an seinem Comeback, doch mittlerweile ist er bei seinem Zeitplan ins Hintertreffen geraten.
Verlängert Weiser oder nicht?
Denn eigentlich sollte der Außenverteidiger im April auf dem Platz zurückkehren. Doch daraus wird laut Bild-Informationen nichts. Mittlerweile sei es sogar ein mögliches Szenario, dass Weiser überhaupt nicht mehr zurückkehrt.
Weil sein Vertrag im Sommer ausläuft, und sich die aktuellen Verhandlungen auch wegen Weisers Kritik in Richtung Fußball-Geschäftsführer Clemens Fritz weiter hinziehen, ist es also gut möglich, dass Weiser nie wieder das Bremer Trikot überstreifen wird.
Laut Trainer Daniel Thioune sei eine Vertragsverlängerung allerdings trotzdem weiterhin im Bereich des Möglichen: "Wir sind in Gesprächen. Es wäre sicherlich eine Konstellation, die auch in Zukunft gut passen könnte."
Ist Weiser ersetzbar?
Der 51-Jährige hat dabei auch die Hoffnung auf ein Weiser-Comeback noch nicht aufgegeben: "Es wäre schön, wenn Mitchell noch zurückkehrt, drei Wochen sind aber auch ein sehr kleines Zeitfenster. Man merkt immer wieder, wie schwierig der Übergang ins Mannschaftstraining ist. Die letzten Schritte sind meist die härtesten und dauern am längsten. Er soll sich nicht getrieben fühlen.".
Klar ist: Unabhängig davon, ob der etatmäßige Kapitän in dieser Saison noch zurückkehrt wäre der dauerhafte Verlust von Weiser für Werder kaum aufzufangen. Der 31-Jährige ist an der Weser eine Institution und einer der Führungsspieler des Vereins. Ihn adäquat zu ersetzen würde einer Herkulesaufgabe gleichen.
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