Am Samstagabend hatte RB Leipzig vergleichsweise einfaches Spiel, sich bei Eintracht Frankfurt durchzusetzen und mit einem 3:1-Sieg die drei Punkte mit nach Sachsen zu nehmen. Die Gastgeber zeigten sich weder in der Offensive effizient und klar genug, noch in der Defensive mit genügend Stabilität und Ordnung.
Albert Riera zeigte sich bereits in der ersten Halbzeit frustriert, was in der Halbzeitpause offenbar einen zwischenzeitlichen Höhepunkt fand. Der Cheftrainer der SGE muss lauter geworden sein, immerhin hatte er anschließend keine Stimme mehr.
Krösche-Watschen folgt auf Riera-Kritik – Frankfurt-Saison quasi abgehakt
"Wenn ich manchmal einen Spieler umhauen muss, dann muss ich ihn eben umhauen. Intensität und Aggressivität gehören zum Fußball dazu, ohne die kann man nicht bestehen", bemängelte Riera insbesondere die fehlende Bereitschaft zum Zweikampf. Das machte auch die Statistik deutlich: In den ersten 45 Minuten konnte die Eintracht nur 41 Prozent der Zweikämpfe am Boden für sich entscheiden – und das vor heimischer Kulisse (via sofascore).
Nach der Heim-Niederlage gegen Leipzig wurde allerdings auch Markus Krösche in seiner Kritik weitaus deutlicher, als man es vom Sportvorstand soweit gewohnt war. "Das zieht sich durch die ganze Saison. Wir haben in Eins-gegen-eins-Situationen einfach zu oft das Nachsehen. Mit diesem Defizit haben wir die ganze Saison zu kämpfen", warf er der Mannschaft vor (via Bild).
"Uns fehlt da die Ernsthaftigkeit, eine Grundaggressivität, auch die Gier, unbedingt den Zweikampf gewinnen zu wollen. Das ist der große Unterschied im Vergleich zum letzten Jahr", führte Krösche weiter aus. Das habe auch "nichts mit dem Trainer zu tun". Dabei dürfte er sich an die sich wiederholenden Defizite unter Dino Toppmöller erinnert haben, die auch unter Dennis Schmitt als Interimstrainer deutlich wurden und auch unter der Führung von Riera immer wieder zum Vorschein kommen.
