Das 1:1 beim FC St. Pauli wird bei den Fans des 1. FC Köln nicht gerade für Freudensprünge gesorgt haben. Doch dafür hatte Thomas Kessler am Rande des Unentschiedens am Freitagabend eine sehr positive Neuigkeit zu verkünden. Der Sport-Geschäftsführer der Geißböcke bestätigte den Verbleib von Jakub Kaminski.
Die Ablöse für den flexibel einsetzbaren Offensivspieler, der noch bis Sommer vom VfL Wolfsburg ausgeliehen ist, beträgt 5,5 Millionen Euro. "Sie gilt ligaunabhängig und wir werden die Kaufoption ziehen. Er hat auch heute wieder gezeigt, wie wichtig er für uns ist", erklärte Kessler.
Während der Klassenerhalt in der Bundesliga zwar noch nicht fix ist, der Effzeh aber vier Spieltage vor Schluss eine gute Ausgangslage hat, steht damit der erste Transfer für die kommende Saison fest. Allerdings gibt es beim Kaminski-Deal ein großes Aber.
Köln würde großen Gewinn erzielen
Wie der kicker berichtet, ließ sich Kaminski für seinen Anschlussvertrag in Köln schon im vergangenen Sommer eine Ausstiegsklausel einbauen. Diese soll bei knapp über 20 Millionen Euro liegen. Sollte ein Interessent bereit sein, diese Summe auf den Tisch zu legen, dürfte der Pole theoretisch schon in diesem Sommer weiterziehen.
Dann hätten die Rheinländer trotz des sportlichen Verlusts immer noch einen großartigen Deal eingetütet. Dass Kaminski aber auch in der kommenden Saison für den Effzeh aufläuft, gilt nach wie als realistisch. "Die Saison läuft super für mich", erklärte der 23-Jährige zuletzt und betonte immer wieder, sich in der Domstadt pudelwohl zu fühlen.
Unabhängig davon, welches Trikot Kaminski in der neuen Saison trägt, geht der VfL Wolfsburg als großer Verlierer aus dem Deal hervor. Die Wölfe verpflichteten ihn im Sommer 2022 für zehn Millionen Euro vom polnischen Erstligisten Lech Posen, doch Kaminski kam dort nie wirklich in Form. Nun, vier Jahre später, verzeichnen sie einen satten Verlust – und müssen womöglich schon bald dabei zusehen, wie Köln ihn mit saftigem Gewinn weiterverkauft.
