Wenn fit, dann verkörpert Dan-Axel Zagadou definitiv gehobenes Bundesliga-Niveau. Doch genau hier liegt der Knackpunkt: Wirklich fit ist der Franzose selten. In der letzten Saison absolvierte er für den VfB Stuttgart gerade einmal 27 Minuten in der Liga, in dieser Spielzeit sind es mit 165 Bundesliga-Minuten nur geringfügig mehr.
Trotzdem plant der VfB, den auslaufenden Vertrag des Innenverteidigers zu verlängern. So berichtet Sky, dass die Schwaben die Gespräche mit Zagadou hinsichtlich einer Verlängerung aufgenommen haben.
Klar sei allerdings, dass der 26-Jährige für einen Verbleib gehörige Einbußen finanzieller Natur in Kauf nehmen müsste. Bislang zählt Zagadou nämlich zu den fünf Top-Verdienern in Stuttgart - ein Status, der aufgrund seiner Verletzungsanfällig so nicht aufrecht erhalten werden kann. Daher sei eine Verlängerung "nur zu sehr leistungsbezogenen Bezügen" möglich, wie der TV-Sender unterstreicht. Parallel sollen seine Berater den Markt sondieren.
Zagadou gilt bei den Schwaben zwar als Leader, doch unangefochten wäre er auch in fittem Zustand nicht. Mit Jeff Chabot, Finn Jeltsch, Ramon Hendriks, Luca Jaquez und Ameen Al-Dakhil hat Sebastian Hoeneß nämlich qualitativ und quantitativ eine starke Auswahl für das Abwehrzentrum zur Verfügung. Selbst wenn ein Verteidiger verkauft werden sollte (es halten sich Gerüchte bei Jeltsch und Hendriks), wäre der Konkurrenzkampf immer noch enorm.
Im Januar hatte Hoeneß zur Zukunft des Franzosen gesagt: "Er ist auf einem guten Weg. Davon ist auch abhängig, wie seine Zukunft ausschaut. Wir alle wissen, was wir an ihm haben. Es ist sehr schade, dass wir seine Qualitäten nicht noch öfter in den Spielen erleben dürfen. Wenn er gesund war, war er für uns immer wichtig."
