Nach dem Ausscheiden im DFB-Pokal gegen Bayer Leverkusen, der herben Niederlage in den Champions-League-Playoffs gegen Atalanta Bergamo und dem entscheidenden 2:3 im Meisterrennen gegen den FC Bayern München droht Borussia Dortmund nun eine neue Sorge: die Spannung bis zum Saisonende.
Denn neben den K.o.-Wettbewerben hat die Mannschaft von Trainer Niko Kovac auch in der Liga keine realistische Aussicht mehr auf den Titel. Deshalb müssen er und sein Team jetzt umso mehr daran arbeiten, Fitness und Willen weiter hochzuhalten. Bis Saisonende geht es um den Tabellenplatz, Reputation und finanzielle Mittel.
Wie sorgt Kovac für die nötige "Spannung"?
Kovac erklärte auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den 1. FC Köln am Samstagabend (18:30 Uhr) deutlich: "Es ist noch ein Drittel der Saison zu spielen. Den Rückspiegel müssen wir im Auge behalten - es ist noch nichts geschafft. Die anderen schieben an. Wir wollen alle Spiele am liebsten gewinnen, das ist unser Ziel. Die Spannung darf nicht entweichen, aber dafür sorgen wir schon. So trainieren wir auch."
Mit dem Blick in den "Rückspiegel" dürfte Kovac vor allem die TSG Hoffenheim und den VfB Stuttgart meinen. Beide stehen aktuell bei 46 Punkten und beide haben noch einmal die Chance, sich mit dem BVB zu messen.
Allein in diesen zwei Partien könnten die Dortmunder ihren Vorsprung von sechs Punkten also noch verspielen. Doch auch darüber hinaus warten mit Bayer Leverkusen und der wiedererstarkten Frankfurter Eintracht weitere punkthungrige Teams im Kampf um Europa.
Mehr Service für die Fans
Neben dem Platz in der Liga ist es der BVB auch seinen Fans schuldig, bis zum Saisonende ordentliche Leistungen zu präsentieren. Immer wieder wurden Stil und Spielverläufe lautstark kritisiert. Nach den entscheidenden Niederlagen der letzten Wochen sollte der Verein keineswegs auf Autopilot schalten und die Spielzeit nur noch zu Ende verwalten.
Ansonsten riskiert man nicht nur, die Kritik als Rucksack mit in die nächste Saison zu tragen. Tabellenplatz zwei ist ebenso wichtig für die Reputation als zweite Kraft in Deutschland. Und auch für die Einnahmen in der TV-Geld-Tabelle.
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