Auf der Mitgliederversammlung am vergangenen Samstag wurde mal wieder klar, wie schlecht es dem FC Schalke in finanzieller Hinsicht noch immer geht – insbesondere im Vergleich zu den anderen Bundesligisten, die zur neuen Saison wieder die Konkurrenz für die Knappen bilden.
Den anwesenden Mitgliedern zeigte der Vorstand etwa die Tabelle des negativen Eigenkapitals von fast 100 Millionen Euro, während alle anderen Erstligisten in dieser Hinsicht im Plus stehen. Dahingehend, so betonte es mit Matthias Tillmann der Vorstandsvorsitzende des S04, sei die erfolgreiche Genossenschaft umso wichtiger. Durch ihre Einnahmen, gespeist aus den Geldern von Fans, die sich so quasi Anteile an der vereinseigenen Veltins-Arena kaufen können, können die Sparmaßnahmen etwas abgefedert werden. Das, so Tillmann weiter, sei auch im Hinblick auf den automatischen Punktabzug durch die Eigenkapital-Regelung enorm wichtig.
#S04MV - Tillmann macht noch einmal kräftig Werbung für die Geno, da diese der einzige Ausweg aus der Eigenkapitalsfalle sei „werden wir sonst nicht so stemmen können!!“ (10% sind pro Jahr abzuarbeiten) pic.twitter.com/3ZVKKMKQpK
— Dirk g. Schlarmann (@Sky_Dirk) July 18, 2026
S04 forciert weiterhin eine Reform zur Verteilung der TV-Gelder
Ein vor allem für Schalke sehr wichtiger Aspekt sind dabei die Einnahmen durch die TV-Gelder. Durch die Rückkehr in die Bundesliga verzeichnen die Gelsenkirchener dabei deutliche Mehreinnahmen: Rund 36 Millionen Euro bekommt der Verein in der nächsten Saison, was zwar einerseits einer deutlichen Steigerung, andererseits zugleich auch lediglich dem 17. Platz im Liga-weiten Vergleich entspricht.
Die aus der Sicht des S04 unfaire Verteilung der TV-Gelder ist und bleibt ein großes Thema für den Klub. "Wir tragen zur Attraktivität der Bundesliga bei", betonte Tillmann (via kicker). Zugleich wies er darauf hin, dass der Faktor der Einschaltquoten allerdings nur die berühmten drei Prozent der Gesamtverteilung ausmache. Dazu kündigte er an: "Wir wollen das nicht akzeptieren!"
Daher ist davon auszugehen, dass sich Schalke innerhalb der Bundesliga und der DFL weiterhin für eine entsprechende Reform einsetzen wird. Dazu passt: Von den ersten vier Spieltagen, die inzwischen zeitlich angesetzt wurden, hat der Aufsteiger kein einziges Spiel am Samstag um 15:30 Uhr – sondern ausnahmslos in Einzelspielen. Während Königsblau nicht in der Konferenz verschwinden und zu den vergleichsweise eher weniger attraktiven Sendezeiten für Topquoten sorgen soll, macht sich dieser Aspekt bei der Gelderverteilung jedoch kaum bemerkbar.
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