Vor der Bekanntgabe des deutschen WM-Kaders umrankten Tim Kleindienst mit die meisten Fragezeichen. Der Gladbach-Kapitän hatte zwar die abgelaufene Saison fast vollständig verpasst, wurde trotzdem hartnäckig mit einer WM-Nominierung in Verbindung gebracht.
Das Haupt-Argument für den 30-Jährigen war, dass Julian Nagelsmann damit liebäugeln könnte, einen klassischen Neuner mitzunehmen – Kai Havertz, Nick Woltemade und Deniz Undav, die ihren Platz sicher haben, sind eher mitspielende Stürmer. Kleindienst hätte als Ergänzung gut gepasst.
Schlussendlich wird es für den Gladbacher aber nicht reichen. Trotz vieler Spekulationen entschied Nagelsmann sich gegen eine Nominierung, wie Sky berichtet.
Kleindienst selbst hatte am vergangenen Wochenende noch leise Hoffnung geäußert: "Ich habe immer gesagt, ich habe noch keine klare Absage bekommen. Das heißt, ein Quäntchen Hoffnung ist immer noch da. Aber das wird der Bundestrainer entscheiden. Ich bin immer bereit, für Deutschland zu spielen. Ich werde weiterhin mein Training hochhalten – und dann schauen wir mal."
Ehrlicherweise wäre eine WM-Teilnahme von Kleindienst allerdings kaum zu rechtfertigen gewesen. Einen Spieler, der in der gesamten Saison nur zehn (!) Minuten gespielt hat, zu solch einem Turnier mitzunehmen, würde komplett gegen das Leistungsprinzip sprechen. Egal, ob das Profil gut passt oder nicht.
Da Niclas Füllkrug ebenfalls nicht nominiert wird, wird das DFB-Team wohl ohne echten Neuner nach Nordamerika reisen. Undav und Co. haben aber schon gezeigt, dass sie auch wissen, wo das gegnerische Tor steht.
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