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WM-Kader offiziell: Nagelsmann erklärt Neuer-Comeback

Darum kehrt der Bayern-Keeper zurück in den DFB-Kader.
Nagelsmann nimmt Neuer als Nummer 1 mit zur WM
Nagelsmann nimmt Neuer als Nummer 1 mit zur WM | HANNES P. ALBERT/GettyImages

Was seit Tagen vermutet worden war, ist nun offiziell: Manuel Neuer kehrt ins DFB-Team zurück und wird bei der Weltmeisterschaft als deutsche Nummer eins zwischen den Pfosten stehen. Oliver Baumann, den Bundestrainer Julian Nagelsmann noch vor einigen Monaten zur eigentlichen Nummer eins erklärt hatte, reist nun als Ersatzkeeper zur WM.

Komplettiert wird das Torwart-Quartett von Alexander Nübel, der als Nummer drei im offiziellen Kader steht. Bayern-Keeper und designierter Neuer-Erbe Jonas Urbig reist als vierter Keeper mit zum Turnier, wird aber lediglich als "Trainingstorwart" fungieren und ist entsprechend nicht im offiziellen Aufgebot aufgeführt.

Nagelsmann zeigte sich bei der Kaderbekanntgabe äußerst zufrieden mit seiner Torhüter-Auswahl und betonte selbstbewusst: "Wir haben kein Torwartproblem, auf keiner Position."

Nagelsmann erklärt Neuers Rückkehr als Nummer 1

Bei der Bekanntgabe des WM-Kaders erklärte Julian Nagelsmann ausführlich die Entscheidung pro Manuel Neuer. Für den Bundestrainer stand dabei vor allem im Fokus, "die besten drei Torhüter des Landes" mitzunehmen. Deshalb habe sich das Trainerteam letztlich für Neuer, Oliver Baumann und Alexander Nübel entschieden.

Ausschlaggebend seien mehrere Faktoren gewesen: die sportlichen Leistungen, Neuers körperlicher Zustand, seine Zukunftsplanung beim FC Bayern sowie zahlreiche interne Gespräche. Besonders wichtig sei dabei gewesen, dass Klarheit über Neuers Vertragsverlängerung in München herrschte. "Jeder weiß, welche Aura Manu gibt, welche Qualitäten er hat und was er einer Mannschaft geben kann", erklärte Nagelsmann weiter. Deshalb sei die Rückkehr des Weltmeisters "verdient."

Gleichzeitig machte der Bundestrainer auch direkt klar, wie die Hierarchie im deutschen Tor bei der Weltmeisterschaft aussehen wird. "Wir planen mit ihm als Nummer eins", erklärte Nagelsmann offen über Neuer.

Trotzdem betonte der 38-Jährige ausdrücklich die hohe Qualität hinter dem Bayern-Keeper. Mit Oliver Baumann habe Deutschland eine "Weltklasse-1B-Lösung", während auch Alexander Nübel eine "super stabile Saison" gespielt habe.

Nagelsmann räumt Kommunikationsfehler ein

Auch die Kommunikation rund um Oliver Baumann sprach Julian Nagelsmann offen an. Noch im März hatte der Hoffenheimer öffentlich als deutsche Nummer eins gegolten. Rückblickend räumte der Bundestrainer ein, dass man manche Dinge möglicherweise anders oder besser hätte lösen können.

"Generell bin ich mit meiner Kommunikation in weiten Strecken fein", erklärte Nagelsmann, fügte aber auch hinzu: "Man könnte es in der Retro-Perspektive immer besser machen." Gleichzeitig verteidigte der 38-Jährige den Zeitpunkt der Entscheidung. Hätte er Baumann bereits Wochen zuvor über eine mögliche Neuer-Rückkehr informiert und sich Neuer anschließend verletzt, hätte dies laut Nagelsmann wiederum das Vertrauensverhältnis beschädigen können.

"Wir haben Oli schon im März gesagt, dass wir ein Treffen mit Manu hatten", erklärte der Bundestrainer zudem.

Trotz der Diskussionen scheint die Hierarchie im deutschen Tor nun endgültig geklärt zu sein. Manuel Neuer geht als Nummer eins in seine nun definitiv letzte Weltmeisterschaft.


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