Es war ein langes Hin und Her bis Nico Schlotterbeck endlich seinen Vertrag bei Borussia Dortmund verlängerte. Bis 2031 band sich der 26-Jährige an die Schwarz-Gelben, ließ dabei jedoch eine viel diskutierte Hintertür in den Vertrag einbauen.
Denn Teil des Kontrakts ist auch eine Ausstiegsklausel, die auch schon in diesem Sommer gezogen werden kann – für gewöhnlich greifen solche Klauseln immer erst ab dem Sommer nach der Verlängerung.
Für die Verlängerung musste der BVB allerdings diese Pille schlucken, für 50 bis 60 Millionen Euro kann der 26-Jährige zu ausgewählten Top-Klubs wechseln. Zu diesen sollen der FC Liverpool, Real Madrid und der FC Barcelona gehören.
Schlotterbeck bricht sein Schweigen
"Sich ins Schaufenster zu stellen wegen einer WM – das sehe ich jetzt nicht so."Nico Schlotterbeck (Bild)
Jetzt hat sich Schlotterbeck am Rande der DFB-Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft erstmals zur Klausel und seiner Zukunft geäußert. Dabei vermied er auf Nachfrage der Bild ein Bekenntnis zum BVB: "Was heißt Schaufenster? Ich spiele das ganze Jahr 50 Spiele. Ich glaube, es ist ganz normal, dass ich immer versuche, gut zu spielen. Sich ins Schaufenster zu stellen wegen einer WM – das sehe ich jetzt nicht so."
Sein voller Fokus liege aktuell ohnehin auf dem Turnier, wie er weiter erklärte: "Ich fokussiere mich natürlich klar auf die WM, versuche da gute Spiele zu machen mit Deutschland. Deswegen habe ich jetzt nicht die Idee extra gut zu spielen wegen irgendeinem Vertrag."
Schlotterbecks klare Priorität
Allerdings weiß auch Schlotterbeck, dass er sich mit einer guten WM weiter in den Fokus und vielleicht zu einem größeren Klub spielen kann. Der 26-Jährige will unbedingt Titel gewinnen und die Chance dafür ist in Liverpool, Madrid oder Barcelona deutlich größer als in Dortmund.
Dennoch ist es vollkommen verständlich, dass seine Zukunft auf Vereinsebene aktuell keine Priorität für Schlotterbeck hat. Schließlich will er mit dem DFB-Team den WM-Pokal gewinnen. Ihm und Innenverteidiger-Partner Jonathan Tah wird dabei eine Schlüsselrolle zukommen.
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