Der Countdown läuft! In weniger als 50 Tagen beginnt die WM in Nordamerika, die die größte der Fußballgeschichte sein wird. Nach der guten Heim-EM 2024 hofft ganz Deutschland, dass das DFB-Team auch in diesem Sommer etwas reißen kann.
Jürgen Klopp, den viele Fans gerne als Bundestrainer sehen würden, hat vor dem Turnierstart kein Bauchgefühl, was er von unseren Jungs erwarten kann. "Ehrlich: Ich weiß es nicht!", entgegnete er der Bild.
"Wir haben einen wirklich guten Trainer, ein wirklich gutes Team. Aber wir brauchen auf verschiedenen Positionen wichtige Spieler. Zum Beispiel Kai Havertz, der jetzt wieder in Form kommt. Er ist wichtig. Wir haben auf einige Positionen nicht 6, 7, 8 oder 9 Spieler, aus denen wir wählen können. Wenn alle fit sind, haben wir eine großartige Mannschaft", zeigte Klopp sich sicher.
Zudem erinnerte der 58-Jährige daran, dass schon beim letzten Turnier einiges möglich gewesen wäre: "Wenn der Schiri bei der EM 2024 das Handspiel von Cucurella pfeift, dann verläuft dieses Turnier komplett anders. Da haben wir gezeigt, dass wir uns in so ein Turnier reinkämpfen können. Wie die Argentinier, die sich 2022 reingekämpft haben. Frankreich hat die besseren Spiele gemacht, aber am Ende hat Pragmatismus gewonnen."
Klopp sieht großen Favoritenkreis
So sei für Deutschland zwar auch 2026 "alles möglich". Aber: "Ich kann zehn andere Teams aufzählen, die ebenfalls große Chancen haben", meinte Klopp. "In einem Wettbewerb wie diesem braucht man zuerst Glück. Und muss von Verletzungen verschont bleiben. Sowohl in der Zeit davor als auch beim Turnier selbst. Und dann ist es wichtig, Qualität zu haben."
Gerade bei der Qualität könne Deutschland sich nicht von anderen Mannschaft abheben. "Es sind absolute Weltklasse-Nationen dabei: Weltmeister wie Argentinien, Frankreich, Spanien, England natürlich. Dazu die Niederlande", zählte Klopp auf. Dazu habe er auch Portugal und Norwegen als Teams auf dem Schirm, die überraschen können.
"Es hängt von so vielen Faktoren ab: Wie startet man ins Turnier, wie geht man mit Rückschlägen um? Ich kann mich nicht erinnern, dass ein Weltmeister einfach durch solche Spiele gegangen ist. Jedes Spiel ist eine Herausforderung", ergänzte der Ex-Coach, der die WM als Experte bei MagentaTV begleiten wird.
Klopp als Fan von Undav
Die Diskussion um Deniz Undav verfolgt Klopp übrigens ganz entspannt - auch wenn er selbst eine klare Meinung zum VfB-Angreifer hat: "Wir haben vorne viele Optionen. Aber ich will mich da nicht einmischen. Das ist eine Diskussion, die in der Öffentlichkeit geführt wird. Ich kenne Deniz Undav aus seiner Zeit in Brighton - und dass er nicht auf geradem Weg in den internationalen Fußball gekommen ist. Aber er hat sich seinen Erfolg hart erarbeitet. Ich mag die Art, wie er spielt."
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