Vom 11. Juni bis 19. Juli rollt der Ball bei der WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada. Drei Spieler vom Hamburger SV werden dann beim Turnier dabei sein. Kein Rothose allerdings im Trikot der deutschen Nationalmannschaft. Bei einem, der den HSV nach der WM verlassen wird, könnte der Hype beim Turnier derweil noch größer werden.
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Das sind Gladbachs WM-Teilnehmer
1. Miro Muheim (Schweiz)

Der neunfache Schweizer Nationalspieler wird sein erstes großes Turnier spielen dürfen und wurde dazu gerade noch rechtzeitig fit. Nach einer Sprunggelenksverletzung gab der 28-Jährige am letzten Bundesliga-Spieltag sein Comeback.
Beim HSV gehört Muheim auf der linken Schiene zu den Stamm- und Führungsspielern. In der Nati hat er sich diesen Status noch nicht erarbeiten können.
Vor WM-Start geht es für die Schweiz noch in einem letzten Test gegen Australien (6.6.) ehe in Gruppe B Bosnien, Katar und Co-Gastgeber Kanada warten. Die Eidgenossen dürften als Favorit auf den Gruppensieg gelten.
2. Luka Vuskovic (Kroatien)

2018 wurde Kroatien Vize-Weltmeister, vier Jahre später WM-Dritter. Auch wenn der ein oder andere kroatische Top-Star in die Jahre gekommen ist: Mit den Osteuropäern muss man auch bei der anstehenden WM wieder rechnen.
Das liegt auch an Luka Vuskovic, der sich in Windeseile als Hoffnungsträger etabliert hat. Trotz erst fünf A-Länderspielen hat der Innenverteidiger gute Chancen, eine wichtige WM-Rolle zu spielen.
Den Hype um den 19-Jährigen würde das nur noch weiter verstärken. Vergangenen Sommer hatte der HSV den Youngster von den Spurs ausgeliehen. In seinem ersten Bundesliga-Jahr startete Vuskovic dann so kometenhaft durch, dass die Rothosen keinerlei Chancen auf eine Weiterbeschäftigung haben. Für Vuskovic geht es nach der WM bei Tottenham weiter. Oder aber nach einem Blockbuster-Transfer bei einem europäischen Schwergewicht.
Zunächst steht aber sein erstes großes Turnier an. Die Kroaten treffen in Gruppe L auf England, Ghana und Panama.
3. Sander Tangvik (Norwegen)

Ende Januar reagierte der HSV auf den Leih-Abbruch bei Daniel Peretz und schnappte sich mit Sander Tangvik eine neue Nummer zwei aus Norwegen. Dass man dem 23-jährigen perspektivisch zutraut, Stammkeeper Daniel Heuer Fernandez zu beerben, zeigt allein die gezahlte Ablöse in Höhe von 2,6 Millionen Euro, die durch Boni noch auf bis zu vier Millionen Euro anwachsen kann.
Trotz seines Talents gab es für Tangvik im ersten Bundesliga-Jahr aber kein Vorbeikommen am starken Heuer Fernandes. Lediglich im Bundesliga-Finale durfte der 23-Jährige zwischen die Pfosten. Beim Debüt im deutschen Oberhaus machte Tangvik aber einen äußerst starken Eindruck (1:1 vs. Leverkusen).
Norwegens Nationalcoach Stale Solbakken dürfte das registriert haben. Er nominierte Tangvik in sein WM-Aufgebot. Und das, obwohl der HSV-Keeper noch kein einziges Länderspiel absolviert hat. Nach der Nominierung im November 2025, bei der Tangvik ohne Einsatz blieb, reichte es dennoch fürs Turnier-Ticket.
Dort wird Tangvik ebenfalls nur Backup sein und von der Bank aus die Daumen drücken, dass die Kollegen in Gruppe I gegen Frankreich, Senegal und den Irak das Weiterkommen sichern. Das norwegische Team um Superstar Erling Haaland gilt als einer der Geheimfavoriten und wird sicher auf mehr hoffen, als "nur" den Einzug in die K.o.-Runde.
