"Wird sicher nicht noch mal passieren" - Demirovic gibt VfB-Versprechen ab

Ermedin Demirovic hat den Aufschwung beim VfB Stuttgart erklärt. Und betont, dass die Schwaben großen Erfolgshunger haben.
Ermedin Demirovic hat Hunger auf mehr
Ermedin Demirovic hat Hunger auf mehr / IMAGO/osnapix
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Mit 32 Punkten nach der Hinrunde steht der VfB Stuttgart zur Saison-Halbzeit auf einem starken vierten Tabellenplatz. Die Schwaben nehmen Kurs auf die Königsklasse. Seit Einführung der Drei-Punkte-Regel war der VfB nur in den Spielzeiten 03/04 und 23/24 nach der ersten Halbserie besser.

Ins neue Jahr sind die Stuttgarter perfekt gestartet. Gegen die direkte Konkurrenz aus Leverkusen und Frankfurt gab es zwei Siege zu feiern. Kurios: Es waren die ersten beiden Erfolge in der laufenden Saison gegen Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte.

Mit dem Neunten Union Berlin wartet am Sonntagnachmittag (15:30 Uhr) der nächste solche Gegner. Stürmer Ermedin Demirovic dürfte optimistisch sein, dass gegen die Eisernen der dritte Sieg im dritten Spiel 2026 gelingt. Der Bosnier hatte nach längerer Verletzung unter der Woche gegen die Eintracht sein viertes Saisontor erzielen können.

VfB-Offensive on fire!

Mit Demirovic erhöhen sich die Optionen für Trainer Sebastian Hoeneß in der aktuell brandgefährlichen Offensive umso mehr. Mit Deniz Undav und Jamie Leweling kann sich der VfB darin auf zwei Fixpunkte verlassen. Leweling gelang in Leverkusen sein erster Bundesliga-Doppelpack. Undav hat sein Torkonto Anfang '26 auf zehn Bundesliga-Treffer erhöht. Besonders bemerkenswert: Alle Saisontore erzielte der 29-Jährige nach seiner Verletzung - traf damit an den letzten zehn Spieltagen zehnmal. Nicht mal Harry Kane kommt in diesem Zeitraum auf eine solche Quote.

"Wir wissen, dass uns immer wieder ein Prozent gefehlt hat, um alles rauszuholen. Das wird sicher nicht noch mal passieren."

Ermedin Demirovic (kicker)

Im Ländle scheint die Hoffnung groß zu sein, dass man im restlichen Saisonverlauf als absolutes Topteam auftreten kann. Die spielerische Klasse der Stuttgarter war ohnehin unbestritten. Jetzt soll es auch weiterhin die "Big points" gegen die Topklubs-Konkurrenz geben.

Demirovic habe dabei "irgendwie das Gefühl, dass die Winterpause bei jedem Kräfte freigesetzt hat. Alle haben Bock darauf, Tore zu machen - Bock darauf, Spiele zu gewinnen, Bock darauf, Siege zu feiern", erklärte er gegenüber dem kicker.

Pokalsieg als Initialzündung

Der Hunger nach Erfolg sei laut Demirovic seit vergangenen Mai umso mehr geweckt worden. Die Schwaben feierten damals gegen Arminia Bielefeld einen 4:2-Sieg und krönten sich so zum DFB-Pokalsieger. "Alles hat mit dem Pokalsieg angefangen." Daraus sei "der Ehrgeiz entstanden, mehr zu wollen, geil drauf zu sein, Spiele zu gewinnen, Pokale zu gewinnen, Titel zu holen, zu feiern. Das merkst du in jedem Training, in jedem Spiel", so Demirovic.

Der Bosnier gab daher auch ein versprechen ab: "Wir wissen, dass uns immer wieder ein Prozent gefehlt hat, um alles rauszuholen. Das wird sicher nicht noch mal passieren."

Und weiter: "Wir haben am Anfang der Saison viel darüber gesprochen, dass wir eine Phase hatten, in der wir verkackt haben. Wir wissen, was wir falsch gemacht haben. Fußball spielen konnten wir immer, Tore machen konnten wir immer. Aber manchmal hatte man das Gefühl, dass diese Geilheit, mal eine Grätsche auszupacken oder einen Ball zu erobern und direkt nach vorne zu spielen, nicht immer da war."

VfB kann Erfolgshunger auf drei Hochzeiten stillen

Den Erfolgshunger wollen Demirovic und Co. bis Sommer nicht nur in der Bundesliga zeigen. Im DFB-Pokal ist die Titelverteidigung möglich. Der VfB steht im Viertelfinale, wo man Anfang Februar (4.2.) zu Zweitligist Holstein Kiel muss. In der Europa League sind die Schwaben voll auf Kurs K.o.-Runde. Vor den letzten beiden Spieltagen ist in der Ligaphase noch vieles sehr eng beisammen. Zu Spitzenreiter Lyon fehlen nur drei Punkte. Allerdings ist der VfB aktuell "nur" Neunter und müsste noch einen Platz (und Punkt) gut machen, um direkt ins Achtelfinale einzuziehen.

Angesichts der aktuellen Form, scheint das mehr als machbar - selbst wenn zunächst die schwere Aufgabe bei der AS Rom (22.1.) ansteht. Zum Abschluss empfängt der VfB dann noch die Young Boys aus Bern (29.1.).


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