Vor dem Rheinderby gegen den Erzrivalen am kommenden Samstagnachmittag (15:30 Uhr) steht Effzeh-Sternchen Said El Mala mal wieder doppelt im Fokus. Zum einen, weil der 19-Jährige laut Geissblog am Mittwoch krankheitsbedingt mit dem Training aussetzen musste und damit für das Duell gegen Gladbach fraglich sein dürfte. Zum anderen, weil die Sport Bild am Dienstagabend berichtete, dass El Mala schon im Sommer den Abflug machen möchte.
Demnach habe der Flügelstürmer Premier-League-Klub Brighton bereits seine mündliche Wechselzusage gegeben. Bei den Seagulls winken El Mala rund 20 Millionen Euro Gehalt über die nächsten fünf Jahre. Zudem wolle der Verein des deutschen Trainers Fabian Hürzeler auch El Malas älteren Bruder Malek (20) verpflichten. Eine Zusage, die bislang wohl kein anderer interessierter Klub gemacht hat.
El Malas wollen zusammenbleiben
Brighton buhlt derweil schon seit vergangenen Sommer um El Malas Dienste. Wie vor der Saison war der Klub an der Südküste Englands auch im Winter mit einer Offerte beim Effzeh abegblitzt. 30 Millionen Euro soll Birghton im Januar geboten haben.
Zwar sei offiziell noch kein weiteres Angebot für den Sommer in Köln eingegangen. Nach der angeblichen Einigung mit den El Malas dürfte das aber nur eine Frage der Zeit sein. Ein wichtiges Detail im Transfer-Poker um den 19-Jährigen: Seit kurzem wird er von seinen Eltern als Berater vertreten. Entsprechend dürfte die Familie besonders erpicht darauf sein, beide Brüder weiterhin im selben Klub zu sehen. Das war in ihren bisherigen Karrieren immer der Fall – zunächst in der Jugend beim TSV Meerbusch, dann bei Viktoria Köln und schließlich beim Effzeh.
Wechselwunsch beim Effzeh noch nicht hinterlegt
Bleibt die Frage, ob Köln doch noch die Chance hat, El Mala über den Sommer hinaus zu halten. Laut Bild hat die Familie den Wechselwunsch beim Klub noch nicht hinterlegt. Damit rechnen müssten Sportchef Thomas Kessler und Co. aber schon.
Gehofft hatte man am Geißbockheim, dass der 19-jährige Shootingstar mindestens noch eine weitere Saison in Köln verbringen wird. Dann könnte El Mala seinen jetzt schon auf geschätzte 40 Millionen Euro explodierten Marktwert noch weiter steigern. Ein Plan, der natürlich mit einem geglückten Klassenerhalt stehen und fallen würde.
Kölns Trumpf bei El Mala
Doch selbst wenn sich die Kölner in der Bundesliga halten können, spricht wenig für einen Verbleib. Schließlich wäre es kaum vorstellbar, dass der Effzeh den Youngster gegen seinen Willen hält. Vielmehr dürfte es in den kommenden Wochen auf das Verhandlungsgeschick von Kessler ankommen. Mit El Malas Vertrag bis 2030 ohne Ausstiegsklausel (!) hält er einen mächtigen Trumpf in der Hand.
Zumal andere Klubs ihr Interesse nicht vorzeitig zu den Akten legen dürften und der Effzeh auf einen weiteren Bieter-Wettstreit setzen kann. Brighton wiederum setzt diese Situation durchaus unter Zugzwang, hat auf der anderen Seite aber mit der El-Mala-Zusage einen eigenen großen Trumpf in der Hand.
Wie weit nach oben kann Kessler die Ablöse treiben?
Die Sport Bild hatte ein Ablösepaket von rund 35 Millionen Euro plus Boni und eine Weiterverkaufsbeteiligung ins Spiel gebracht. Möglich, dass Kessler die fixe Summe noch auf rund 40 Millionen Euro hochhandeln könnte. Viel wichtiger aus Kölner Sicht wäre aber eine satte Weiterverkaufsbeteiligung. Denn: Schlägt El Mala in der Premier League ein, wird er früher oder später von Mittelklasse-Klub Brighton zu einem 'Big Player' wechseln. Dann sehr wahrscheinlich für eine noch viel dickere Ablöse. Die Kölner sollten sich daran unbedingt signifikant beteiligen lassen.
Am Ende wäre ein solcher Deal womöglich für alle Seiten auch das Beste. Dass El Mala die Geißböcke früher oder später verlässt, dürfte ohnehin klar sein. Gelingt der Klassenerhalt, könnte Kessler mit den Einnahmen das Team im Sommer gut verstärken und die nächsten Kölner Entwicklungsschritte im Oberhaus einleiten.
