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Wieder Startelfkandidat? BVB-Joker besticht mit neuem Mindset

Fabio Silva war im Sommer schon fast weg. Stattdessen hilft er Borussia Dortmund mit neuer Qualität – und Ole Book gibt Einblicke in die Hintergründe.
Gute Laune bei Fabio Silva (Mitte) und seinen Teamkollegen
Gute Laune bei Fabio Silva (Mitte) und seinen Teamkollegen | Kadir Caliskan/GettyImages

Im Sommer wollte Fabio Silva Borussia Dortmund verlassen. Mit viel Vorschusslorbeeren gekommen, war es dem Portugiesen in seiner Premeriensaison im BVB-Trikot nicht gelungen, sich gegen Serhou Guirassy durchzusetzen. In seinen wenigen Startelfeinsätzen konnte er das Vertrauen nicht mit Toren zurückzahlen. Die Folge: Silva blieb nur die Jokerrolle. Eine unbefriedigende Situation für den 24-Jährigen.

Wie unter anderem die Ruhr Nachrichten berichten, hinterlegte Silva einen klaren Wechselwunsch. Doch der sei schlicht nicht umsetzbar gewesen. Ein Grund, den Kopf hängen zu lassen? Nicht für Silva, der im Gespräch mit den Verantwortlichen klar gemacht haben soll, sich durchbeißen zu wollen (90min berichtete). Und der Angreifer ließ den Worten Taten folgen. Dem Vernehmen nach soll Silvas Mindset-Wechsel sofort spürbar gewesen sein.

"Überragendes Spiel": Silva rettet den BVB als Edel-Joker

Im Ligaspiel bei der TSG Hoffenheim wurde diese Veränderung nun für alle augenscheinlich. Beim Stand von 1:2 kam Silva in der 62. Minute für Konstantinos Karetsas ins Spiel – und bewahrte die Dortmunder mit einer Klasseleistung anschließend vor dem ersten Punktverlust der Saison. Nur vier Minuten nach seiner Einwechslung traf er zum Ausgleich. Und kurz vor Schluss (87.) leitete er den Siegtreffer mit einem schönen Pass auf Neuzugang Ethan Nwaneri ein, der Hoffenheims Albian Hajdari zu einem Eigentor zwang.

"Heute war es ein überragendes Spiel. Ich hoffe, dass Fabio da viel Kraft herausziehen kann und so weitermacht", lobte Trainer Niko Kovac anschließend. Schon unter der Woche sei Silva "sehr, sehr positiv im Training", berichtete Sportdirektor Ole Book, der die klaren Gespräche mit dem Angreifer als Grund für Silvas Mindset-Wechsel ausmachte.

Auch als Duo eine Option? Silva (r.) und Guirassy
Auch als Duo eine Option? Silva (r.) und Guirassy | picture alliance/GettyImages

"Wir haben viele intensive, sehr offene und ehrliche Gespräche geführt. Auch das gehört einfach zum Zusammenarbeiten und Zusammenleben in einer Gruppe dazu", sagte Book. Wichtig sei gewesen, dass "alle Seiten irgendwo noch einen Schritt aufeinander zugehen und er dann auf dem Platz diese Impulse und die Leistung zeigt, dann ist das ein sehr, sehr guter Schritt für alle im Verein".

Silva solle anschließende "motiviert in die Saison gegangen" sein, erklärte Sport-Geschäftsführer Lars Ricken, der statt es Zweikampfes zwischen Silva und Guirassy noch eine weitere Option ins Spiel brachte: "Natürlich gibt es Konkurrenzsituationen. Am Ende sind sie aber Mitspieler, verstehen sich gut und können auch gemeinsam auf dem Platz stehen."

Vielleicht ja bereits am Dienstag beim Champions-League-Auftakt gegen den FC Villarreal.


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