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Wie einst Schweinsteiger? Matthäus fordert Sonderbehandlung für diesen DFB-Star

Geht es nach Lothar Matthäus, dann sollte Jamal Musiala auch dann mitgenommen werden, wenn er nicht in Top-Form ist.
Lothar Matthäus hat zu Jamal Musiala eine klare Meinung
Lothar Matthäus hat zu Jamal Musiala eine klare Meinung | picture alliance/GettyImages

Jeder, der damals dabei war, erinnert sich noch gut an die Heldentaten von Bastian Schweinsteiger im WM-Finale 2014. Unermüdlich kämpfte und rannte er gegen Argentinien und hielt für den Weltmeistertitel buchstäblich seine Knochen hin.

Dabei war Schweinsteiger zum Turnierstart gar nicht richtig fit. Der damalige Bundestrainer Joachim Löw hatte ihn trotzdem mit nach Brasilien genommen. Dort wurde er zwar erst im zweiten Gruppenspiel gegen Ghana in der 70. Minute eingewechselt, danach jedoch war er aus der Startelf nicht mehr wegzudenken.

Die Situation von Jamal Musiala ist zwölf Jahre später ähnlich. Auch er ist wenige Wochen vor dem WM-Start noch nicht wieder in Top-Form, bekam deshalb sogar kürzlich von Bundestrainer Julian Nagelsmann öffentlich Druck. Lothar Matthäus fordert unabhängig davon eine Sonderbehandlung für Musiala.

"Green Card" für Musiala?

In seiner Sky-Kolumne schreibt der 65-Jährige: "Auch wenn Jamal in den nächsten zwei Monaten nicht die Einsatzzeiten bekommt, die der Bundestrainer eigentlich gefordert hat, sollte er sich überlegen, ob der Spieler für ihn so wichtig ist, dass er ihn mitnimmt."

"Die WM dauert im besten Fall mehrere Wochen, ein Musiala kann in den entscheidenden Spielen den Unterschied ausmachen. So wie Schweinsteiger bei der WM 2014", erklärt Matthäus. Damit hat er definitiv Recht: Musiala ist gemeinsam mit seinem kongenialen Partner Florian Wirtz der wichtigste Spieler in der Offensive des DFB-Teams – allein deshalb muss er schon mitgenommen werden.

Wie bei Schweinsteiger damals, fordert Matthäus auch für Musiala eine "Green Card". Der 23-Jährige ist schlicht zu gut und zu wichtig, als dass ihn Nagelsmann zuhause lassen könnte. Die Entscheidung obliegt am Ende freilich dem Bundestrainer selbst, es wäre jedoch mindestens fahrlässig, einen Spieler von der Qualität Musialas nicht zu nominieren, nur weil er nach seiner langen Verletzung noch nicht komplett in Top-Form ist.

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