Am Samstagnachmittag im Heimspiel gegen den FC Augsburg (15:30 Uhr) kann Werder Bremen den Klassenerhalt endgültig perfekt machen. Mit einem Heimsieg sind die Grünweißen sicher durch. Sollte St. Pauli am Sonntag verlieren, würde sogar ein Punkt alle Rechenspiele obsolet werden lassen.
Nach vier Punkten aus den letzten beiden Spielen – dem Sieg im Nordderby und dem starken Punktgewinn in Stuttgart – ist die Ausgangslage im Saisonendspurt also deutlich entspannter als noch vor einigen Wochen. Personell sieht es vor dem Duell mit dem FCA auch ordentlich aus.
Zwar fällt Leonardo Bittencourt mit einer Muskelverletzung weiter aus, ansonsten sollten bis auf Felix Agu (muskuläre Probleme) und die Langzeitverletzten alle an Bord sein.
Wichtiges Trio wohl fit für FCA
Marco Grüll kehrt nach seiner Gelbsperre zurück. Kapitän Marco Friedl, der in Stuttgart wegen Muskelproblemen fehlte, steht ebenfalls wieder zur Verfügung. Ebenso wie Topscorer Jens Stage und Abwehr-Routinier Niklas Stark. Letzterer hat immer wieder mit Hüftproblemen zu kämpfen. "Bis auf Niklas haben alle heute vollumfänglich am Training teilgenommen. Wenn die drei [Friedl, Stage, Stark] morgen trainieren, ist davon auszugehen, dass sie zur Verfügung stehen", erklärte SVW-Coach Daniel Thioune auf der Pressekonferenz am Donnerstag.
Entsprechend sei für ihn die Spielerauswahl für die 20 Kaderplätze am Spieltag auch wieder kniffliger geworden. "Ich werde Entscheidungen gegen den einen oder anderen Spieler treffen müssen. Das wird auch von der Idee abhängen, mit der wir auftreten wollen", so Thioune.
Eigentlich agierte Werder unter dem 51-Jährigen wieder mit Viererkette. In Stuttgart griff Thioune dann wieder zur Fünfer-Abwehr. "Wir müssen gucken, was der Gegner anbietet. Wir haben die fünf Offensiven der Stuttgarter gespiegelt, damit sie nicht so gut stattfinden wie sonst. Haken dran, das wurde optimal umgesetzt. Wir sind in der Lage, beide Ordnungen zu haben", betonte Thioune.
Diese Werder-Spieler fehlen gegen Augsburg
- Leonardo Bittencourt (Muskelverletzung)
- Karl Hein (Daumenverletzung)
- Julian Malatini (Riss des Syndesmosebandes im Sprunggelenk)
- Felix Agu (muskuläre Probleme)
- Keke Topp (Kreuzbandriss)
- Wesley Adeh (Trainingsrückstand)
- Mitchell Weiser (Kreuzbandriss)
Kein Weiser-Comeback in dieser Saison erwartet
"Ich glaube nicht, dass er in einem Punktspiel nochmal auf dem Platz steht in dieser Saison."Thioune über Weiser

Bei Mitchell Weiser dämpfte Thioune derweil die Hoffnungen auf ein Comeback noch in der laufenden Spielzeit. "Wir sollten da den Druck rausnehmen", betonte der Werder-Coach.
"Die Verletzung [Kreuzbandriss] war so schwer, dass wir zu keinem Zeitpunkt absehen konnten, wann wir ihn zurückführen können. Wenn wir weiterhin auf dem Weg sind, dass die Saison nach 34 Spieltagen für uns vorbei ist, ist es sehr anspruchsvoll, dass wir Mitch bis dahin auf den Platz zurückbringen. Er hat bis jetzt noch nicht einmal mit der Mannschaft trainiert und ist noch nicht teilintegriert worden. Nach fast einer ganzen Saison ohne Einsatz fände ich es viel zu riskant, ihn jetzt in etwas reinzuwerfen, das keinen Sinn mehr ergibt", führte Thioune aus.
Einen Rückschlag im Comeback-Prozess habe es aber nicht gegeben: "Es ist nichts dazugekommen und er hat keine großartigen Knieprobleme, sondern sein Körper zeigt eine Reaktion auf die Belastung und dann macht es keinen Sinn, dass er ins Training eingreift."
"Es ist wünschenswert, dass Mitchell bald zurückkehrt und auch nichts ausgeschlossen, aber ich glaube nicht, dass er in einem Punktspiel nochmal auf dem Platz steht in dieser Saison."
Offen ist dann auch, ob Weiser überhaupt noch einmal für Werder aufläuft. Sein Vertrag läuft im Sommer aus. Aktuell soll es Gespräche über eine Verlängerung geben.
