Skip to main content

Werders 10-Millionen-Mann im Fokus: Thioune nimmt Mbangula in die Pflicht

Nach seinem schwachen Pokal-Auftritt fordert der Werder-Trainer mehr Einsatz und Tempo vom Offensivspieler.
Samuel Mbangula hat bei Werder einen schweren Stand
Samuel Mbangula hat bei Werder einen schweren Stand | DeFodi Images/GettyImages

Der Start in die neue Saison läuft für Samuel Mbangula bislang nicht nach Plan. Beim 3:0-Pokalsieg gegen den Fünftligisten Lüneburg erwischte der 22-Jährige einen gebrauchten Nachmittag. Der Offensivspieler des SV Werder Bremen blieb immer wieder an den Gegenspielern hängen, leistete sich einfache Ballverluste und fand kaum Zugriff auf die Partie. Die Konsequenz: Trainer Daniel Thioune nahm ihn bereits zur Halbzeit vom Feld und brachte stattdessen den deutlich engagierteren Paul Erevbenagie.

Für Mbangula war die frühe Auswechslung ein deutlicher Rückschlag. Immerhin verpflichtete Werder den Belgier im vergangenen Sommer für rund zehn Millionen Euro – nur wenige Spieler in der Vereinsgeschichte waren teurer. Nach einer durchwachsenen ersten Saison mit lediglich sieben Torbeteiligungen in 27 Pflichtspielen sollte nun eigentlich der Durchbruch folgen.

Thioune fordert mehr von Mbangula

Trainer Thioune machte nach der Partie keinen Hehl aus seiner Unzufriedenheit. "Wir waren nicht zufrieden. Auch nicht mit der Umsetzung des Matchplans. Er sollte deutlich weiter oben stehen. Er muss jetzt mal ein bisschen mehr arbeiten und sich unverzichtbar machen."

Auch Sportchef Clemens Fritz fand klare Worte und vermisste beim Offensivspieler vor allem Mut und Dynamik: "Ich hätte mir von Sam mehr Zutrauen, Tiefgang und Tempo in den Aktionen gewünscht."

Dabei hatte Werder zuletzt noch positive Signale aus der Vorbereitung vermeldet. Mbangula fühlt sich mittlerweile in Bremen angekommen, lebt mit seiner Familie in der Stadt und sollte eine wichtigere Rolle übernehmen. Der Auftritt gegen Lüneburg war deshalb ein Schritt zurück.

Auch andere Reservisten enttäuschen

Nicht nur Mbangula konnte seine Chance in den Testspielen und im Pokal nicht nutzen. Auch Justin Njinmah enttäuschte auf dem Flügel und bleibt ein möglicher Wechselkandidat. Positiv fiel dagegen erneut Jens Stage auf, der mit seinem Tor einmal mehr seine Zuverlässigkeit unter Beweis stellte.

Beim anschließenden 3:1-Test gegen Meppen, bei dem die Spieler mit keiner bzw. wenig Einsatzzeit vom Pokal ran durften, war Trainer Daniel Thioune mit mehreren Reservisten nicht zufrieden: "Die erste Halbzeit hat mir gar nicht gefallen. Die Jungs, die wenig Spielzeit hatten, müssen mir in einem solchen Spiel zeigen, dass ich einen Fehler gemacht habe. Alternativen hätten sich aufdrängen können."

Vor dem Bundesliga-Auftakt in Freiburg gibt es bei Werder damit noch einige Fragezeichen. Besonders bei Mbangula steht nun viel auf dem Spiel: Der 10-Millionen-Euro-Neuzugang muss schnell zeigen, warum die Bremer so große Hoffnungen in ihn setzen. Andernfalls könnte ihm in Bremen nicht nur ein Platz auf der Bank drohen – auch seine Zukunft an der Weser wäre plötzlich ein Thema.


Weitere Werder-News lesen:

Füg uns bei Google als bevorzugte Quelle hinzu