Bei Werder Bremen soll sich am Deadline Day noch einiges tun. Für die linke Abwehrseite steht die Verpflichtung von Ex-Schalker Moussa Ndiaye von RSC Anderlecht in den Startlöchern. Für die rechte Seite kommt Arthur aus Leverkusen. Dazu will Werder wohl im Bestfall auch im Mittelfeld noch einmal zuschlagen.
Abgangskandidaten gibt es am Osterdeich auch noch den ein oder anderen. Allen voran Mittelfeld-Flop Skelly Alvero und Stürmer-Rückkehrer Dawid Kownacki. Auf beiden könnte der SVW am Ende aber sitzen bleiben.
Alvero hat eine schwache Vorbereitung hinter sich und konnte zuvor bei der Leihe zu Amiens keine Eigenwerbung betreiben. Bei Kownacki ist die Lage etwas komplizierter. Den ein oder anderen Interessenten dürfte es beim 29-jährigen Torjäger sicher geben. Allerdings dürften diese auch von der Ablöseforderung und dem hohen Gehalt des Polen abgeschreckt sein.
Laut Bild will Werder noch rund 1,5 Millionen Euro für Kownacki, der in Bremen eine siebenstellige Summe pro Jahr kassieren soll.
Kownacki hakt Werder-Abschied ab
Wenige Stunden vor Transferschluss scheint der Pole selbst eine unumstößliche Entscheidung getroffen zu haben. Statt auf einen Last-Minute-Wechsel zu pokern plant er sein letztes Vertragsjahr in Bremen zu erfüllen, so die Informationen der Bild.
An seiner sportlichen Situation wird sich aber vorerst kaum etwas ändern. Kownacki ist nur Mittelstürmer Nummer vier – hinter Niclas Füllkrug, Cedric Itten und Youngster Salim Musah. Im DFB-Pokal und zum Bundesliga-Auftakt stand der 29-Jährige entsprechend auch nicht im Spieltagskader.
Zwar soll Kownacki noch leise Hoffnungen hegen, sich unter Daniel Thioune für eine größere Rolle empfehlen zu können. Schließlich arbeiteten beide schon gemeinsam und sehr erfolgreich in Düsseldorf zusammen. Die Wahrscheinlichkeit bei einem Verblieb ist aber höher, dass ein Winter-Abschied im Januar akut wird. Oder Kownacki spätestens 2027 und dann ablösefrei geht.
Für Werder wäre ein Kownacki-Verbleib eine bittere Pille. Das eingesparte Gehalt und womöglich noch eine Millionen-Ablöse hätte Sportchef Clemens Fritz am Deadline Day noch besonders gut gebrauchen können.
