Werder sucht Abwehr-Verstärkung: Neuer Innenverteidiger aus England?
Von Yannik Möller

Bei Werder Bremen drückt der Schuh in der Defensive - und das gleich in doppelter Hinsicht. Zum einen mussten bereits 37 Gegentore hingenommen werden, was der drittschlechtesten Abwehrleistung der Bundesliga entspricht. Zum anderen fallen insbesondere in der Innenverteidigung gleich mehrere Spieler aus. Maximilian Wöber etwa fehlt länger, Niklas Stark zuletzt ebenso und Amos Pieper gesellt sich nun ebenfalls dazu.
Daher ist es nicht gerade überraschend, dass sich Werder nochmal in der Abwehr verstärken möchte. Laut Transferexperte Fabrizio Romano hat sich der Bundesligist bei Hjalmar Ekdal gemeldet und bezüglich eines möglichen Wechsels angefragt.
Ekdal-Leihe wäre wohl das realistischste Szenario für Werder
Ekdal ist 27 Jahre alt, Innenverteidiger und steht beim FC Burnley unter Vertrag. In der aktuellen Saison spielt er beim akut abstiegsgefährdeten Klub aus der englischen Premier League eine zweigeteilte Rolle. Zwischenzeitlich stand er über Wochen hinweg stets in der Startelf und über die vollen 90 Minuten auf dem Platz, mal verbringt er gleich mehrere Spiele hintereinander nur auf der Bank. Als klarer und unangefochtener Stammspieler kann er also nicht bezeichnet werden.
Romano berichtete zwar noch nicht von weiteren Details, doch ist wohl davon auszugehen, dass Werder eine Leihe von Ekdal vorschwebt. Durch seinen bei Burnley noch bis 2027 gültigen Vertrag wäre das umsetzbar. Eine feste Verpflichtung würde angesichts eines bei Transfermarkt auf sechs Millionen Euro geschätzten Marktwerts eine millionenschwere Investition bedeuten. Immerhin müssen England-Klubs auch die Ablösesummen für vermeintlich günstigere Spieler hochhalten, sind sie doch dem finanziellen, ligainternen Druck ausgesetzt.
Die Verhandlungen seien angelaufen, merkte Romano lediglich an. Es wird also abzuwarten sein, ob sich Ekdal als konkreter Transfer-Kandidat der Bremer entpuppt und wie sich ein Wechsel vorgestellt wird. Eine Leihe wäre sicherlich das realistischste Szenario, sollte sich Burnley dazu entscheiden, dass sie in der restlichen Saison kaum mehr auf den Schweden setzen würden.
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