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Werder plant Kehrtwende bei Romano Schmid

SVW-Sportchef Clemens Fritz spricht plötzlich über Pläne einer Vertragsverlängerung mit dem Offensiv-Star. Ob Schmid da mitspielt?
Romano Schmid für Österreich am Ball
Romano Schmid für Österreich am Ball | GEORG HOCHMUTH/GettyImages

Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass Romano Schmid nicht mehr für Werder spielen würde, wenn es im Sommer 2025 ein passendes Angebot für den offensiven Mittelfeldspieler gegeben hätte. Doch das blieb aus und der 26-jährige Österreicher läuft weiterhin in Grünweiß auf.

Die laufende Saison verlief aber nicht nur für den SVW, sondern auch für Schmid persönlich ziemlich enttäuschend. Der 1,68 Meter große Offensivspieler ist zwar noch immer in der Startelf gesetzt, die Ausbeute mit erst zwei Toren ist aber dürftig. Immerhin gelangen Schmid sieben Torvorlagen. Damit fiel sein geschätzter Marktwert zwar leicht, mit 15 Millionen Euro gehört er aber weiter zu den wertvollsten Profis im Bremer Kader. Nur Shootingstar Karim Coulibaly (22 Mio. Euro) hat einen höheren Marktwert aufzuweisen.

Weil die Bremer Kassen notorisch klamm sind und Werder – wie viele andere Bundesligisten auch – auf Transfereinnahmen angewiesen ist, dürfte das grünweiße Tafelsilber im Sommer erneut zum Verkauf stehen. Das gilt demnach nicht nur für Coulibaly, bei dem man von rund 40 Millionen Euro träumt. Die Deichstube berichtete jüngst sogar, dass Werder bei Stammkeeper Mio Backhaus bei lukrativen Offerten gesprächsbereit wäre.

Fritz kündigt Verlängerungs-Gespräche mit Schmid an

"Wir würden sehr gerne mit ihm verlängern"
Fritz über Schmid (Bild)

Gut für Werder: Schmid hat im Sommer bei der WM zusätzlich die Chance, sich im österreichischen Nationalteam ins Schaufenster zu stellen. Weil sein Vertrag an der Weser aber nur noch bis 2027 gültig ist, steigt der Verkaufsdruck ein Jahr vor Vertragsende.

Oder will Werder diesen sogar komplett auflösen und bei Schmid umplanen? Sportchef Clemens Fritz betont jetzt gegenüber der Bild: "Wir würden sehr gerne mit ihm verlängern. Gespräche mit ihm haben noch nicht stattgefunden, wir werden sie in den nächsten Wochen suchen. Romano fühlt sich in Bremen sehr wohl und hat eine große Bedeutung für uns. Ich schätze ihn sehr."

Das wäre eine komplette Kehrtwende in den Planungen. Bislang war man davon ausgegangen, dass sich die Wege eher früher als später trennen werden. Schmid selbst hat die eigenen Ambitionen deutlich zum Ausdruck gebracht.

Die Worte von Fritz sind auf den zweiten Blick aber nachvollziehbar. Denn Werder würde ohne Verlängerung einen ablösefreien Abschied 2027 riskieren, was einem GAU gleichkäme. Bei einer Vertragsverlängerung könnte man dagegen noch auf mindestens ein weiteres Schmid-Jahr an der Weser hoffen und wäre bei einem Verkauf in der deutlich besseren Verhandlungsposition.

Sportlich ist der Österreicher schließlich auch in einer durchwachsenen Saison weiter extrem wertvoll für das Team. Für den Fritz-Plan bräuchte es logischerweise aber auch die Zustimmung des Spielers selbst. Und ob Schmid erneut bereit ist, seine Transfer-Pläne aufzuschieben, ist fraglich. Zumal er ohne Verlängerung spätestens 2027 als dann ablösefreier Spieler umso mehr profitieren könnte.

Werders Argumente für eine Verlängerung wären derweil der Wohlfühlfaktor und seine wichtige Rolle im Team. Die dann zwangsläufig mit einer Gehaltserhöhung kombiniert werden müssten.

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