Werder in Abstiegsnot: Hamann nennt den Hauptgrund für die Misere

Kann Daniel Thioune den SV Werder aus dem Abstiegskampf befreien? Laut Didi Hamann muss der neue Trainer dafür ein besonders schwerwiegendes Problem in den Griff bekommen.
Didi Hamann kritisiert insbesondere die Werder-Offensive
Didi Hamann kritisiert insbesondere die Werder-Offensive / Sebastian El-Saqqa - firo sportphoto/GettyImages
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Für den SV Werder Bremen wird es am Sonntag (17:30 Uhr) ernst. Im direkten Duell gegen den FC St. Pauli geht es für beide Teams um fast schon überwichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Zwar war unter Daniel Thioune gegen die FC Bayern (0:3) schon ein leichter Aufwärtstrend erkennbar, bislang steht der neue Trainer aber nach zwei Partien noch ohne Punkte da. Das soll sich am Millerntor ändern.

Doch dafür müssen die Grün-Weißen in erster Linie ihr aktuell größtes Problem in den Griff bekommen. "Das Problem der Bremer ist, dass sie keine Tore schießen", sagt TV-Experte Didi Hamann bei Sky Sport. "Sie haben vorne viel zu wenig Durchschlagskraft und erzielen kaum Tore durch Standards, das ist ihre Achillesferse und deshalb ist die Situation gefährlich."

Tatsächlich steht Werder nicht nur in der "richtigen" Bundesliga-Tabelle auf Rang 16, die Bremer stellen mit 22 Toren auch die drittschwächste Offensive der Liga. "Jens Stage (6 Treffer) ist ihr bester Torschütze, wie letztes Jahr schon, aber Keke Topp (1 Tor) ist den Beweis noch schuldig, dass er ein Bundesligastürmer ist, und Justin Njinmah (4 Treffer) braucht zu viele Chancen", erklärt Hamann.

Daniel Thioune muss bei Spielern wie Justin Njinmah Aufbauarbeit leisten
Daniel Thioune muss bei Spielern wie Justin Njinmah Aufbauarbeit leisten / picture alliance/GettyImages

Im vergangenen Sommer habe Werder "sehr gute Spieler" wie Stürmer Marvin Ducksch abgegeben, "aber es nicht geschafft, diese auch nur annähernd zu ersetzen", analysiert der Ex-Profi. In den beiden Jahren zuvor verabschiedeten sich mit Niclas Füllkrug und Nick Woltemade noch zwei weitere Angreifer, deren Treffer aktuell an allen Ecken und Enden fehlen.

Werder ist in den Wochen der Wahrheit "den Beweis schuldig"

"Wenn du unten stehst, ist der Druck anders als oben. Die Bremer müssen jetzt zeigen, dass sie beißen können. Das ist im Tabellenkeller gefragt. Wolfsburg hat zuletzt gut gespielt und in Leipzig einen Punkt geholt. St. Pauli hat gegen Stuttgart gezeigt, dass sie beißen können, die Bremer sind den Beweis schuldig", betont Hamann.

In den kommenden Wochen bekommen es die Norddeutschen mit einigen machbaren Gegnern zu tun. Nach dem Duell mit St. Pauli warten Heidenheim, Union, Mainz und Wolfsburg auf den SVW, in denen Werder aber unter Druck stehen wird.


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