Werder dank diesem Mini-Meilenstein vorerst raus aus dem Keller

Zwei Siege in Folge sind für Werder ein besonderes Erfolgserlebnis. Eigentlich muss die Serie aber direkt ausgebaut werden.
Werder konnte erstmals wieder zwei Siege hintereinander einfahren
Werder konnte erstmals wieder zwei Siege hintereinander einfahren | NurPhoto/GettyImages

Nach dem nun 25. Spieltag steht Werder Bremen erstmals seit mehreren Wochen wieder auf einem Nichtabstiegsplatz. Damit ist zwar längst kein Befreiungsschlag erreicht und der 13. Tabellenplatz klingt auch sicherer, als er es mit lediglich einem einzelnen Pünktchen an Vorsprung auf den Relegationsplatz tatsächlich ist. Und trotzdem ist dieses kleine Erfolgserlebnis auch wichtig für den Kopf, womöglich gar etwas befreiend.

Den Sprung raus aus der Abstiegszone, wenngleich nur mit einem kleinen Schritt, hat Werder den zuletzt zwei Siegen hintereinander zu verdanken. Auf den 2:0-Heimsieg über den 1. FC Heidenheim folgte der 1:4-Auswärtssieg bei Union Berlin.

Mini-Meilenstein müsste eigentlich direkt weiter ausgebaut werden

Zwei Siege in Folge. Was zunächst so banal klingt, war für Bremen sogar ein Mini-Meilenstein. Denn: In der gesamten Saison wurden bis dato noch keine zwei Spiele hintereinander gewonnen. Auf die letzten Dreier, für die man bis in den November zurückgehen muss, folgten stets wieder Ernüchterungen und Rückschläge.

Umso wichtiger, dass Daniel Thioune diesen Bann nun hat brechen können. Das ist nicht nur gut für das Punktekonto, sondern auch für das Selbstbewusstsein jedes einzelnen Werder-Spielers.

1. FC Union Berlin - SV Werder Bremen
Daniel Thioune | picture alliance/GettyImages

Doch anstatt sich über diese Mini-Serie zu freuen, müsste sie eigentlich im Sinne des erhofften Klassenerhalts direkt weiter ausgebaut werden. Immerhin steht mit dem Heimspiel gegen Mainz 05 am kommenden Sonntagnachmittag ein weiteres direktes Keller-Duell vor der Tür. Die Nullfünfer stehen nur einen Punkt hinter Werder, sodass ein erneuter Sieg gleich doppelt wertvoll wäre. Immerhin geht es nicht nur darum, selbst weiter Punkte zu sammeln, sondern auch bestmöglich direkt die Konkurrenz hinter sich zu lassen. Um nicht vom Abstieg eingeholt zu werden, muss Bremen nicht super-schnell werden, sondern nur weniger langsam als drei andere Klubs sein.

Den Durchbruch zu zwei Siegen in Folge kann sich Thioune somit auf die Fahne schreiben. "Er hat frischen Wind reingebracht. Auch wenn der Start mit den Ergebnissen nicht optimal war, haben wir gemerkt, dass er einen klaren Plan verfolgt", gab es zuletzt auch Lob von Marco Grüll. Als neuer Cheftrainer spiele er "eine ganz große Rolle", betonte auch Jens Stage (via Deichstube).

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