Werders Pechvogel: Nächster Sommertransfer fällt wieder aus
Von Niclas Hergt

Der SV Werder Bremen muss zum Bundesliga-Restart den nächsten Rückschlag verkraften. Maximilian Wöber leidet erneut an muskulären Problemen und wird wahrscheinlich den Hinrunden-Abschluss gegen die TSG Hoffenheim und Borussia Dortmund verpassen. Damit fehlt neben Victor Boniface ein weiterer Sommerneuzugang zum Auftakt ins Kalenderjahr 2026.
"Bei Max wird es für das Spiel gegen Hoffenheim wegen seiner muskulären Probleme eng. Wie es nach Samstag weitergeht, müssen wir schauen", teilte Peter Niemeyer der Bild mit.
Wöber noch ohne Bundesliga-Minute in dieser Saison
Dabei sollte Wöber nach langer Leidenszeit den Bremern die dringend benötigte Stabilität in der Defensive zurückbringen. Mit 28 Gegentoren haben die Werderaner in dieser Saison die drittmeisten Treffer aller Bundesligisten kassiert. Durch seine robuste Zweikampfführung, seine Ballsicherheit und sein gutes Auge im Spielaufbau sollte Wöber den Grün-Weißen helfen, als er von Leeds United auf Leihbasis mit Kaufoption an die Weser wechselte.
Doch bereits beim Saisonauftakt im DFB-Pokal gegen Arminia Bielefeld zog sich Wöber eine schwere Muskelverletzung im Oberschenkel zu und verpasste daraufhin die restlichen Pflichtspiele. Sollte er nicht zeitnah wieder fit werden und zu alter Stärke zurückfinden, werden die Bremer die Kaufoption, die im niedrigen einstelligen Millionenbereich liegen soll, voraussichtlich nicht ziehen.
Lange Verletzungshistorie: Wöber zwischen Topniveau und Krankenhausaufenthalten
Der Österreicher wechselte im Sommer 2022 für eine Ablösesumme von zwölf Millionen Euro von FC Red Bull Salzburg zu Leeds United. Nach einer wechselhaften Premier-League-Saison mit kleineren Verletzungen wechselte er im Sommer 2023 auf Leihbasis zur Borussia Mönchengladbach. Dort überzeugte er mit starken Leistungen und erzielte sogar drei Tore.
Nach seiner Rückkehr nach England hatte Wöber vermehrt mit muskulären Problemen zu kämpfen und musste sich außerdem zwei Knie-Operationen unterziehen. Es sollte ein Neustart in Bremen folgen, bisher leider vergebens.
Werders Transferpolitik – Serie von Fehlgriffen oder bloß Pech?
Neben Wöber verpflichteten die Hansestädter zuletzt wiederholt Spieler mit großem Potenzial, aber langen Verletzungshistorien. Auch gestandene Profis wie Victor Boniface und Naby Keïta kamen von namhaften Vereinen nach Bremen, blieben jedoch ohne nachhaltigen Erfolg. Zahlreiche Verletzungen verhinderten, dass sie an der Weser zu alter Form zurückfanden. Nun liegt es an Werder, solche Risiko-Transfers künftig sorgfältiger zu prüfen oder sie ganz zu vermeiden.
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