Trotz Leih-Fauxpas: Werder-Bosse bekommen Lob von ganz oben
Von Yannik Möller

Bemüht man die Formtabelle der Bundesliga, so steht Werder Bremen seit dem zehnten Spieltag durchgehend auf einem der untersten drei Tabellenplätze. Je größer die Unzufriedenheit und die Unruhe rund um den Verein, desto größer war die Hoffnung auf weitere Kader-Verstärkung im Laufe des Januars. Immerhin fiel bereits der Transfer-Sommer recht ernüchternd aus.
Und trotz der aktuellen Ausgangs- und Stimmungslage, in Kombination mit dem Fauxpas von Clemens Fritz, der fälschlicherweise davon ausging, keine weiteren Leihen tätigen zu können und vom Portal transfermarkt auf die entsprechenden Regularien hingewiesen werden musste, gibt es ein deutliches Lob für die Vereinsführung.
Gegenüber der Bild äußerte sich mit Hubertus Hess-Grunewald der Werder-Präsident auch zu dem Leih-Thema. "Natürlich ist es immer besser, wenn man fehlerlos agiert. Aber wer kann das von sich behaupten? Clemens Fritz hat die Angelegenheit bereits transparent aufgearbeitet und die Verantwortung dafür übernommen", schien er diese Thematik wieder abschließen zu wollen.
Für den Aufsichtsrat sei die Frage entscheidend gewesen, welche Auswirkungen dieses Malheur von Fritz hatte. "Und da muss man klar sagen: Keine, denn es ist aufgrund dessen kein Transfer nicht zustande gekommen", betonte Hess-Grunewald.
Fritz bekommt Lob für richtungsweisende Veränderungen
Anstatt also Fritz als Sportgeschäftsführer für die zurzeit angespannte Ausgangslage zumindest in die Verantwortung zu nehmen, stärkte der Werder-Präsident ihm demonstrativ den Rücken. Im Sommer seien etwa ganz bewusst auch "größere Veränderungen im Kader" vorgenommen worden, etwa um "neue Impulse zu setzen" und auch um Marktwerte zu schaffen. Das sei "sehr gut gelungen", so Hess-Grunewald, der Mio Backhaus, Karim Coulibaly und Patrice Covic als Beispiele aufzählte.
"Uns war von vornherein klar, dass sich bei diesen Veränderungen auch Schwankungen in der Saison ergeben. Wir sind nicht blauäugig und nehmen die aktuelle Situation ernst", führte Hess-Grunewald aus und betonte: "Wir sind aber überzeugt, dass die sportlich Verantwortlichen die Mannschaft wieder in die Erfolgsspur bringen werden."
Für Fritz persönlich und damit wohl auch für Peter Niemeyer, den Leiter der Profiabteilung, gibt es also sowohl die volle Rückendeckung der Führungsetage, als auch ein entsprechendes Lob für das vermeintlich mutige, aber richtige Vorgehen.
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