Sein möglicher Abschied bestimmte einen Großteil des Sommers bei Werder Bremen, doch bis zuletzt ging bei Karim Coulibaly nichts so wirklich vorwärts. Gerüchte über einen Wechsel zu Galatasaray Istanbul erhärteten sich nicht, ansonsten blieb das Interesse überschaubar.
Dann trat jedoch Racing Straßburg auf den Plan. Die Franzosen, der Partnerklub des FC Chelsea, unterbreitete zunächst zwei Angebote, die die Grün-Weißen noch ablehnten. Jetzt besserten sie ein letztes Mal nach – mit Erfolg.
Auf nach Frankreich
Sky-Journalist Florian Plettenberg berichtet, dass Werder das dritte Angebot von Straßburg angenommen hat. Dieses belief sich auf eine Sockelablöse von 20 Millionen Euro plus fünf Millionen an möglichen Boni. Zudem sichert sich Werder eine Weiterverkaufsgebühr von zehn Prozent. Auch die Bild berichtet von dieser Transfer-Entscheidung am Osterdeich.
Vor allem die Weiterverkaufsbeteiligung könnte in naher Zukunft interessant werden, denn beim Transfer hatte auch der FC Chelsea seine Finger im Spiel. Die BlueCo-Group sieht in Coulibaly einen möglichen zukünftigen Blues-Innenverteidiger, weshalb ein Wechsel auf die Insel früher oder später passieren könnte.
Werder (endlich) auf Shoppingtour
Zum Bremer Rekordverkauf kann Coulibaly indes nicht aufsteigen. Diesen Titel hält weiterhin Diego, der 2009 für 27 Millionen Euro zu Juventus Turin wechselte. Der 19-Jährige sortiert sich allerdings auf zwei ein.
Das frisch eingenommen Geld soll dabei direkt wieder in den Kader fließen. Cameron Puertas steht weit oben auf der Liste, genauso wie ein neuer Rechtsverteidiger. Neben Puertas sind jedoch auch andere Mittelfeldspieler im Gespräch, mit dem frischen Kapital kann Fußball-Geschäftsführer Clemens Fritz jetzt die letzte Kaderbaustellen angehen.
Nicht ausgeschlossen ist dabei, dass auch noch in der Innenverteidigung etwas passiert. Dort hat man mit Niklas Stark, Amos Pieper, Marco Friedl, Neuzugang Oskar Wojcik und Mick Schmetgens zwar ein spannendes Quintett, doch insbesondere Stark ist immer wieder verletzt.
Es ist jedoch auch gut möglich, dass Schmetgens nach dem Coulibaly-Abgang in der Hierarchie aufsteigt, schließlich überzeugte der 18-Jährige in der Vorbereitung auf ganzer Linie.
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