Wenn alle Gerüchte stimmen: Das könnten die Top-Transfers des Winters werden
Von Leonard Schmidt

In der Bundesliga und anderen europäischen Top-Ligen ist das Wintertransferfenster offiziell geöffnet. Für die Klubs bedeutet das einerseits die Möglichkeit, gezielt Verstärkungen für die anstehende Rückrunde zu verpflichten. Andererseits ist es oft die letzte Gelegenheit, bei Spielern mit auslaufenden Verträgen noch eine Ablöse zu erzielen.
Wie jedes Jahr kursieren zahlreiche Transfergerüchte, manche plausibel, andere deutlich weiter hergeholt. Unabhängig von der tatsächlichen Wahrscheinlichkeit haben wir jene Namen herausgefiltert, bei denen im Winter die Chance auf einen Top-Transfer besteht:
8. Diogo Leite zum FC Barcelona
Der FC Barcelona sondiert vor dem Januar-Transferfenster mehrere Optionen für die Defensive. Laut Mundo Deportivo steht dabei überraschend auch Diogo Leite von Union Berlin auf der Liste, nachdem sich Andreas Christensen schwer verletzt hat. Aufgrund finanzieller Einschränkungen fokussieren sich die Katalanen auf kurzfristige und bezahlbare Lösungen, wobei der bis Sommer gebundene Leite ins Profil passt. Ein Abgang wäre demnach für rund zehn Millionen Euro denkbar, auch wenn er bei Barça aktuell nicht zu den Top-Favoriten zählt.
7. Damion Downs zum HSV
Damion Downs kommt beim FC Southampton bislang überhaupt nicht in Tritt. Nach 14 Pflichtspielen ohne Treffer und nur einer Vorlage könnte der Stürmer schon nach einem halben Jahr in England vor einem Wechsel stehen.
Wie der kicker berichtet, beschäftigt sich der Hamburger SV mit dem 21-Jährigen. Für den HSV würde ein Leihgeschäft bis Saisonende Sinn ergeben, da im Sturm Personal fehlt und ein fixer Transfer finanziell nicht machbar wäre. Southampton wiederum denkt trotz des Fehlstarts nicht an einen Verkauf, zumal Downs noch bis 2029 gebunden ist und sein Marktwert weiterhin bei rund sieben Millionen Euro liegt. Mit einem Leihgeschäft könnte der Angreifer also durch Spielzeit seinen Marktwert steigern und wieder relevant für Southampton werden.
6. William Osula zu Eintracht Frankfurt
Während Elye Wahi in Richtung Nizza abgewandert ist, rückt William Osula bei Eintracht Frankfurt als naheliegender Ersatz in den Fokus. Laut Sky Sport soll es mit dem Angreifer bereits eine mündliche Einigung geben.
Schon im Sommer war Osula ein Thema bei der Eintracht. Geplant ist demnach nun ein Winter-Leihgeschäft mit einer Gebühr von rund drei Millionen Euro sowie einer Option über 20 Millionen Euro. Sollte sich dieser Transfer zerschlagen, wird Younes Ebnoutalib weiterhin als Alternative gehandelt.
5. Sacha Boey zu Crystal Palace
Sacha Boey kommt beim FC Bayern sportlich weiterhin nicht über die Rolle des Ergänzungsspielers hinaus. In der Bundesliga stand der Rechtsverteidiger seit Anfang November keine Minute mehr auf dem Platz, zuletzt fehlte er zudem krank. Nach Sky-Informationen sind die Münchner im Winter grundsätzlich gesprächsbereit.
Der Rekordmeister peilt demnach einen Erlös von mindestens 20 Millionen Euro an. Boey, der noch bis 2028 unter Vertrag steht, soll zuletzt mehrere Angebote selbst abgelehnt haben und legt Wert auf eine sportlich attraktive Perspektive. Zumindest sein Gehalt von ca. drei Millionen Euro könnte der aktuelle Favorit Crystal Palace definitiv zahlen.
4. Leon Goretzka zur SSC Neapel
Die Zeichen bei Leon Goretzka stehen beim FC Bayern auf Abschied. Eine Vertragsverlängerung gilt als unwahrscheinlich und sportlich rückt der Nationalspieler im Mittelfeld zunehmend ins zweite Glied. Joshua Kimmich und Aleksandar Pavlovic erhalten den Vorzug und ein junger Tom Bischof macht immer mehr auf sich aufmerksam.
Berichten zufolge plant Goretzka selbst keinen Abschied im Winter. Laut TuttoMercatoWeb ist mit der SSC Neapel dennoch ein neuer Interessent in den Poker eingestiegen. Brisant ist dabei, dass die Italiener eine mögliche Verstärkung bereits im Winter integrieren möchten. Auch wenn ein Abgang im Januar weiterhin als unwahrscheinlich gilt, verdichten sich die Anzeichen, dass rund um Goretzka in den kommenden Wochen Bewegung entstehen könnte.
3. Julian Ryerson zum FC Barcelona
Neben dem FC Bayern könnte es aber auch beim BVB zu ordentlich Bewegung kommen. Berichte von Sky bringen den FC Barcelona bei Julian Ryerson auf den Plan. Demnach könnte der Norweger ein schneller und kostengünstiger Ersatz für den Außenverteidiger Jules Koundé sein. Nach Informationen der Bild steht der Dortmunder zwar auf einer Liste der Katalanen, gilt dort aber nur als einer von mehreren Kandidaten.
Doch wie so viele Gerüchte hat auch dieses seine Schwächen. Ryerson ist beim BVB fest eingeplant und nimmt unter Niko Kovac eine wichtige Rolle ein. Erst ein konkretes und ernsthaftes Angebot aus Barcelona könnte überhaupt neue Bewegung in die Personalie bringen.
2. Nico Schlotterbeck zum FC Liverpool
Bei Borussia Dortmund ist die Marschroute klar: Nico Schlotterbeck soll seinen bis 2027 laufenden Vertrag verlängern. Doch die Verhandlungen geraten zuletzt zunehmend ins Stocken, weil auch das Interesse aus dem Ausland immer weiter wächst.
Nach Berichten des vereinsnahen Portals DaveOCKOP soll sich neben dem FC Bayern nun auch Liverpool mit dem Umfeld Schlotterbecks beschäftigt haben. Der Verteidiger selbst hat die Gespräche mit dem BVB vorerst vertagt und stellt aktuell die sportliche Entwicklung in den Vordergrund.
Auch wenn es äußerst unwahrscheinlich ist, dass der BVB einen seiner größten Leistungsträger im Winter abgibt, haben die vergangenen Jahre immer wieder gezeigt, wie überzeugend das finanzielle Gewicht der Premier League sein kann.
1. Karim Adeyemi zum FC Barcelona
Und auch der wohl größte Transfer hat das Potenzial vom BVB zu kommen. Beim Borussia Dortmund zeichnet sich im Fall Karim Adeyemi eine klare Linie ab. Eine Vertragsverlängerung gilt intern kaum noch als realistisch, weshalb die Verantwortlichen bereits einen möglichen Verkauf im Winter einkalkulieren.
Nach Informationen der Bild soll der BVB bereit sein, Adeyemi ab einer Ablöse von rund 60 Millionen Euro ziehen zu lassen. Anfragen liegen demnach zwar noch nicht vor, Klubs wie der FC Barcelona und Manchester United beobachten die Situation jedoch aufmerksam. Adeyemi selbst soll einen Wechsel in die Premier League bevorzugen. Bei all den Diskussionen um den Angreifer könnte ein Abgang also durchaus auch im Winter bereits interessant werden.
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