Eigentlich schien soweit alles in geregelten Bahnen zu laufen: Der FC Schalke wollte Kevin Müller über die Rückrunden-Leihe hinaus als Nummer zwei halten und mit in die Bundesliga nehmen – und der Keeper wollte das auch. Deshalb sind sich Klub und Spieler soweit einig und alle vermuteten einen frühzeitigen Transfer.
Allerdings stocken die Verhandlungen mit dem 1. FC Heidenheim, wie der Absteiger nun auch öffentlich kommunizierte. Müller war zum Monatsanfang in den Trainingsbetrieb zurückgekehrt, heißt es im offiziellen Statement: "Er absolvierte am heutigen Mittwoch die Leistungsdiagnostik sowie die sportärztlichen Untersuchungen. Der 35-Jährige war bis zum gestrigen 30. Juni an den FC Schalke 04 ausgeliehen."
Zum aktuellen Status des eigentlich unkompliziert anmutenden Transfers betonte der FCH: "Da sich der FCH und Kevin Müller bereits auf einen festen Wechsel nach Gelsenkirchen verständigt hatten, war er für den Heidenheimer Trainingsauftakt zuletzt freigestellt worden. Bislang konnten der FCH und der Bundesliga-Aufsteiger jedoch noch keine Einigung bei den Transfermodalitäten erzielen."
Ablösesumme als Knackpunkt: Wechsel ohne finanzielle Entschädigung ist "ausgeschlossen"
Damit dürften die Informationen seitens Sky Sport dieser Tage, dass Schalke auf eine ablösefreie Verpflichtung drängt und Heidenheim aber eine niedrige sechsstellige Summe fordert, als korrekt angesehen werden. Diese gegensätzlichen Verhandlungspositionen lösen sich natürlich auch nicht dadurch auf, dass sich der S04 und Müller soweit einig sind.
Grundsätzlich wolle man Müller "den Wechselwunsch ermöglichen", wird mit Holger Sanwald der Vorstandsvorsitzende des Zweitligisten zitiert. Weiter heißt es: "Da wir bei einem Abgang auf der Torwartposition personell handeln müssten, ist ein ablösefreier Wechsel aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten für uns jedoch ausgeschlossen." Die Verhandlungen müssen also noch weiter laufen und Königsblau wird entweder noch zahlen, oder die Planungen umstellen müssen.
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