Eines ist gewiss: Auch wenn sein Wechsel durch die Einnahmen von rund 20 Millionen Euro für Borussia Mönchengladbach zunächst nicht schlecht sein mag, so hat sich Rocco Reitz bei den eigenen Anhängern keine neuen Freunde gemacht. Nicht nur, dass er den Klub im Anschluss an eine Saison verlässt, in welcher der Abstieg ein großes Thema war und zum aktuellen Zeitpunkt auch noch immer ist – ausgerechnet RB Leipzig als neues Ziel sorgt bei den Fans der Fohlenelf für viel Kritik.
Deshalb beschäftigt sich die Borussia auch damit, wie Reitz am Wochenende wohl von den Fans empfangen wird – ausgerechnet beim Auswärts-Rheinderby gegen den 1. FC Köln. Ein Spiel, bei dem es eigentlich jedes bisschen an Support bedarf.
Schröder: Pfiffe gegen Reitz sind Pfiffe gegen Gladbach
"Ich bin mir sicher, dass unsere Fans da sehr feinfühlig sind und uns gerade in Köln einfach nur gnadenlos unterstützen werden", gab sich Rouven Schröder auf Nachfrage der Bild entspannt. Der Sportdirektor nahm dabei auch Reitz in Schutz und betonte: "Rocco wird uns auch weiter anführen und alles dafür tun, dass Gladbach die Klasse hält. Er bleibt bis zum letzten Spieltag ein extrem wichtiger Bestandteil des Teams und hat noch lange nicht mit Borussia abgeschlossen."
"Pfiffe gegen einen Spieler von uns sind auch Pfiffe gegen den eigenen Verein", mahnte Schröder dann trotzdem noch sehr deutlich. "Deshalb glaube ich nicht, dass das in diesem unfassbar wichtigen Spiel der Fall sein wird."
Was einerseits zuversichtlich klingen soll, ist zweifelsohne auch als Bitte und Appell an die Gladbach-Anhänger zu verstehen. Das Rheinderby hat einen großen Stellenwert, auch durch die Ausgangslage in der Tabelle. Mit einem Heimsieg könnte Köln wieder mit der Borussia gleichziehen, der Vorsprung auf den Relegationsplatz könnte wieder abschmelzen. Sollte die Fohlenelf gewinnen, könnte das jedoch ein sehr wichtiger Dreier und zudem auch ein Schub für die restliche Saison sein.
