Dass Jamal Musiala bei der Weltmeisterschaft und in den wenigen Monaten zuvor auch beim FC Bayern nicht die Leistungen abgerufen hat, die ihn so stark und wertvoll gemacht haben, ist soweit weder ein Geheimnis noch eine sonderlich große Überraschung. Der 23-jährige Dribbelkünstler hatte noch an seiner längeren Verletzungspause zu knabbern und hat zugleich erst nach dem WM-Aus mit dem DFB-Team eine Metallplatte aus dem linken Fuß entfernt bekommen (90min berichtete). Ein letztes Überbleibsel der Verletzung und etwas, das seinem Spielstil natürlich alles andere als förderlich war.
Dennoch, trotz des vermeintlichen Leistungstiefs, kam das Gerücht aus der Türkei zuletzt äußerst kurios daher. Mit der Hürriyet hatte eine der größten türkischen Tageszeitungen berichtet, dass Musiala bei Galatasaray als Leihe angeboten worden sei. Wenig überraschend entsprach diese Meldung nicht der Wahrheit.
Galatasaray muss das Musiala-Gerücht selbst abschießen
Das Gerücht schlug aufgrund des Namens und der Überraschung dahinter so große Wellen, dass sich Galatasaray nun doch noch gezwungen war, ein eigenes Statement zu formulieren. "Die Meldung, dass unser Verein eine Einigung mit Jamal Musiala und dem FC Bayern München erzielt habe, entspricht nicht der Wahrheit. Dies wird hiermit zur Kenntnis der Öffentlichkeit gebracht", betonte der Klub aus Istanbul darin. Die Hürriyet veröffentlichte dieses Statement ebenfalls und korrigierte sich damit nachträglich selbst.
Musiala und Gala – dieses kuriose Thema kann also auch ganz offiziell wieder abgehakt werden. Transfer-Reporter Fabrizio Romano nahm das Vereins-Statement derweil noch als Anlass, um eine Ergänzung vorzunehmen: Weder seitens des FC Bayern, noch von Musiala aus, gebe es irgendeine Bestrebung für eine (zwischenzeitliche) Trennung in diesem Sommer. Viel eher möchte der bereits 46-fache Nationalspieler in dieser Saison wieder angreifen und beim deutschen Rekordmeister zu voriger Stärke finden. Ein etwaiger Wechsel, weder nach Istanbul noch sonst wo hin, ist also erst gar kein Thema.
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