Wegen El Mala: Neue Rolle für Köln-Star Kaminski

Die Qualitäten von Jakub Kaminski liegen zwar eindeutig in der Offensive, doch auch wegen Said El Mala wird der Pole beim 1. FC Köln nun auf einer für ihn völlig fremden Position benötigt.
1. FC Koln v FC Bayern Munchen - Bundesliga
1. FC Koln v FC Bayern Munchen - Bundesliga / Rene Nijhuis/MB Media/GettyImages
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Die Leihe von Jakub Kaminski erwies sich schnell als Volltreffer. Nachdem der 1. FC Köln den Polen im Sommer aus Wolfsburg geholt hatte, konnte dieser auf der linken Offensivposition aufblühen. Allerdings musste Kaminski im Laufe der Hinrunde immer häufiger auf die Schienenpositionen ausweichen, was seine Torbeteiligungen stark einschränkte. So wartet er inzwischen seit sechs Bundesliga-Spielen auf einen Treffer.

Auch wenn Kaminski seine Stärken am besten in der Offensive ausspielen kann, bringt er auf anderen Positionen ebenfalls verlässlich seine Leistung. Deshalb ist er für Trainer Lukas Kwasniok einer der wenigen unverzichtbaren Spieler im Kader.

Nach dem Jahreswechsel musste der 23-Jährige erneut eine neue Rolle bekleiden: Während des 2:2-Unentschiedens in Heidenheim beorderte Kwasniok seinen Schützling ins zentrale Mittelfeld. Dort gefiel er ihm offenbar so gut, dass er ihn am Mittwoch gegen die Bayern (1:3) auf jener Position von Beginn an aufstellte - und sogar 90 Minuten lang durchspielen ließ.

Kaminski stellt sich in den Dienst der Mannschaft

"Ich bin ein Flexibilitäts-Spieler. Es ist kein Problem, eine andere Position zu adaptieren. Ich mache alles für diese Mannschaft", sagte Kaminski gegenüber dem Geissblog zu seiner ungewohnten Rolle auf der Doppelsechs. Anschließend lobte er sogar Kwasniok: "Ich denke, es war eine gute Idee vom Trainer. So konnte ich Lundi [Kristoffer Lund] und Cenk [Özkacar] aus dem Zentrum heraus helfen und die linke Seite schließen."

"Wenn Said aus eurer Sicht spielen soll, muss der Kuba ja irgendwo hin."

Lukas Kwasniok

Dass Kaminski sich mal wieder auf einer neuen Position behaupten muss, hängt in erster Linie mit einem Kölner Luxusproblem zusammen. Denn gerade in der Offensive hat Kwasniok die Qual der Wahl. "Wenn Said aus Eurer Sicht spielen soll, muss der Kuba ja irgendwo hin", erklärte der Trainer mit einem Lächeln, nachdem er zuletzt dafür kritisiert wurde, Said El Mala zu selten von Anfang an spielen zu lassen.

Lukas Kwasniok sucht noch nach der perfekten Startelf
Lukas Kwasniok sucht noch nach der perfekten Startelf / INA FASSBENDER/GettyImages

Kwasniok sieht ein "Modell für die Zukunft"

Abgesehen vom verlorenen Laufduell mit Bayerns Verteidiger Min-jae Kim, das zum 2:1 hätte führen können, machte Kaminski aus Kwasnioks Sicht im Mittelfeldzentrum eine sehr gute Figur: "Ich will Kuba nicht größer machen, als er ist, aber er ist unfassbar spielintelligent. Ich hätte mir gewünscht, dass er 0,4 km/h schneller wäre, dann wäre er Kim vielleicht davon gelaufen. Aber ja, Kuba ist überall gut", lobte der 44-Jährige und kündigte an: "Das ist durchaus ein Modell für die Zukunft."

Die beiden Auftritte nach dem Jahreswechsel zeigten, dass Kaminski im Zentrum dem Effzeh in Sachen Spielaufbau extrem guttut. Neben einem Abräumer wie Eric Martel oder Tom Krauß fehlte den Geißböcken zuletzt genau ein solcher Spieler auf der Doppelsechs, da Isak Johannesson den Erwartungen nicht mehr gerecht werden konnte.

Mit Kaminski auf der Doppelsechs und El Mala vorne drin soll die Serie nach acht sieglosen Spielen in Folge am besten schon beim Heimspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 (Samstag, 15:30 Uhr) enden.


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