Wegen El Mala: Kwasniok wird wohl zunehmend zum Ziel der Kölner Fan-Wut
Von Leonard Schmidt

Said El Mala gilt beim 1. FC Köln als größter Wunderknabe seit Lukas Podolski und so mancher sah den Shootingstar bereits bei der kommenden WM 2026 im Kader der DFB-Auswahl stehen. Die Ansage von Bundestrainer Julian Nagelsmann war jedoch bereits sehr deutlich: "In Köln muss er jetzt Stammspieler werden, das hab ich ihm auch gesagt". Schaut man auf den bisherigen Saisonverlauf, wirkt Said El Mala jedoch weiterhin eher wie ein talentierter Ergänzungsspieler als wie eine feste Größe.
Bislang kam das Talent in der Liga bereits 22 Mal zum Einsatz. Nur neun Mal davon stand er aber tatsächlich von Beginn an auf dem Platz und nimmt stattdessen eher die Rolle des hoffnungsvollen Jokers ein. Damit erfüllt er nicht nur das zentrale Kriterium des Bundestrainers nicht, ihm entgeht auch wertvolle Spielzeit, um sich auf diesem Niveau weiter zu entwickeln und dauerhaft auf sich aufmerksam zu machen.
Kaltes Verhältnis mit Kwasniok?
Neben den fehlenden Startelfeinsätzen gab es zuletzt Berichte über ein "kaltes Verhältnis" zum Trainer. Laut Sport Bild soll El Mala bei Lukas Kwasniok bereits deutlich angesprochen haben, dass er zu wenig von Beginn an spielt.
Ein schlechtes Verhältnis dementierte der Trainer zuletzt jedoch im Interview mit Sky: "Wir haben ein sehr gutes Verhältnis. Ich bin sein Begleiter, sein Trainer und kein Fan. Das ist eben der Unterschied." Nach außen hin bleibt trotzdem das Bild eines Top-Talents, das immer wieder kurz gehalten wird.
Genau dieses Gefühl sorgt auch bei vielen Köln-Fans für Unruhe. Mehrfach wurde Kwasnioks Umgang mit dem hoch angesehenen Offensivspieler auf X und sogar im Stadion kritisiert. Auch für El Mala dürfte die aktuelle Situation kaum ein Argument sein, über die Saison hinaus zu bleiben. Während sich Klubs aus den oberen Reihen um das Talent streiten, bleibt in Köln bislang oft nur die Joker-Rolle.
Fan-Wut auf Kwasniok steigt wohl an
Nach Informationen der Bild drängt der Premier-League-Klub Brighton & Hove Albion weiterhin auf eine Verpflichtung von Said El Mala und soll seine Bemühungen intensivieren. Sollte dessen Rolle beim Effzeh nicht merklich anwachsen, könnte im Sommer offenbar ein Abschied ins Haus stehen – zum Leidwesen der Kölner Fußballfans, die dann den neuen Prinzen nach nur einer Saison schon wieder abziehen sehen würden. Umso größer soll die vermeintliche Fan-Wut auf den Kölner Trainer Kwasniok sein, Tendenz steigend.
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