Weg Richtung Klassenerhalt? Das hat sich unter Thioune bisher verbessert

Werder Bremen wirkte zuletzt stabiler und belohnte sich gegen Heidenheim mit drei Punkten. Trotzdem bleibt eine Baustelle, die im Abstiegskampf schnell wieder zum Problem werden kann.
Trainer-Wechsel zu Thioune zeigt Wirkung
Trainer-Wechsel zu Thioune zeigt Wirkung | picture alliance/GettyImages

Endlich hat es bei Werder Bremen und dem neuen Trainer Daniel Thioune klick gemacht. In 13 Spielen in Folge, drei davon unter Thioune, konnten die Bremer nicht gewinnen. Darunter war auch das so schmerzhaft verlorene Kellerduell gegen Nordrivale und Tabellennachbar FC St. Pauli.

Gegen den darauffolgenden Gegner 1.FC Heidenheim schaffte es die Mannschaft nun aber, wieder drei Punkte mitzunehmen. Durch die Ergebnisse des VfL Wolfsburg konnte man sich zudem immerhin von den direkten Abstiegsplätzen absetzen und liegt jetzt auf Rang 16.

Wie man den Trainerwechsel bei Werder merkt

Selbstverständlich lässt sich mittlerweile nicht allein über das letzte Erfolgserlebnis eine Verbesserung bei Bremen erkennen. Man holte nicht nur den ersten Sieg, sondern auch das erste Pflichtspiel ohne Gegentore in diesem Jahr.

Doch auch abseits der reinen Ergebnisse scheint die Mannschaft bereits wichtige Schritte gemacht zu haben. Mit Sportec Solutions als Quelle berichtet die BILD nun, dass Werder seit dem Amtsantritt von Daniel Thioune die wenigsten Abschlüsse der gesamten Liga zugelassen hat. Damit halbierte sich die Anzahl im Vergleich zu seinem Vorgänger Horst Steffen. Das ist umso beeindruckender, wenn man bedenkt, dass in diese Phase auch das Duell mit dem FC Bayern München fiel.

Dazu kam eine höhere Laufintensität von 119,29 zu 117,35 gelaufenen Kilometern pro Spiel. Ähnlich steigerte sich die Mannschaft bei den Sprints. Eine Verbesserung, zu der der Trainer eine ganz klare Einstellung hatte: "Das ist die Basis und etwas, was der Zuschauer honoriert. Und dafür brauche ich keine Qualität, sondern in erster Linie Einstellung."

Der große Kritikpunkt bleibt bestehen

Zwar legte der neue Trainer damit eine wichtige Basis für den Klassenerhalt. Das Kernproblem der letzten Monate konnte aber auch er noch nicht beheben: die Effizienz vor dem gegnerischen Tor.

Allein im Spiel gegen Heidenheim wurden acht Großchancen gezählt. In den vergangenen Partien unter der neuen Führung brauchte es im Schnitt 19,33 Torschüsse, ehe tatsächlich ein Tor erzielt wurde. Im Gegensatz dazu gelang zuvor bereits alle 12,3 Versuchen der Torerfolg.

Veränderungen unter Thioune

Unter Steffen

Unter Thioune

zugelassene Schüsse

14,1

7,3

gelaufene Kilometer

117,35

119,29

Sprints

156,4

165,5

Schüsse pro Torerfolg

12,3

19,33

So beeindruckend die bisherige Entwicklung auch ist: In den kommenden Partien dürfte die Anzahl der Chancen deutlich geringer ausfallen als gegen das Schlusslicht der Liga. Werder braucht in den nächsten Begegnungen zwangsläufig Siege. Die bisherigen Ansätze machen Hoffnung, sind aber noch nicht die entscheidende Rettung.


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