Der Transfermarkt rund um die laufende Weltmeisterschaft 2026 nimmt weiter an Fahrt auf. Im Mittelpunkt der jüngsten Spekulationen steht Lucas Bergvall. Wie The Athletic und die Daily Mail übereinstimmend berichten, hat das 20-jährige Mittelfeld-Juwel den Verantwortlichen von Tottenham Hotspur offiziell mitgeteilt, dass er den Verein noch in diesem Sommer verlassen möchte.
Während sich vor allem Klubs aus der englischen Premier League in Stellung bringen, schielt offenbar auch ein Schwergewicht aus der Bundesliga auf den jungen Schweden: der FC Bayern München.
Bayern München beobachtet die Entwicklungen genau
Den Berichten zufolge beobachten die Verantwortlichen an der Säbener Straße die Situation rund um Bergvall sehr genau. Der deutsche Rekordmeister ist stets auf der Suche nach vielversprechenden Talenten für das Mittelfeldzentrum. Bergvall, der 2024 für rund 20 Millionen Euro von Djurgårdens IF auf die Insel wechselte und dem FC Barcelona damals eine Absage erteilte, besticht durch feine Technik, Spielübersicht und eine enorme Präsenz.
Mit einem geschätzten Marktwert von etwa 35 Millionen Euro und einem langfristigen Vertrag bis 2031 wäre eine Verpflichtung für die Bayern zwar kein Schnäppchen, aber ein klares Investment in die Zukunft. Zudem könnte sein Marktwert durch gute Leistungen bei der aktuellen WM in Nordamerika – wo er als jüngster schwedischer WM-Spieler der Geschichte beim 5:1 gegen Tunesien bereits einen Assist beisteuerte – noch weiter steigen.
Frust unter De Zerbi bei den Spurs
Der Grund für Bergvalls Fluchtgedanken ist die aktuelle sportliche Entwicklung in London. Unter dem neuen Spurs-Trainer Roberto De Zerbi hat der Youngster einen schweren Stand. In den ersten sechs Spielen unter der Regie des Italieners kam der Schwede auf magere 112 Einsatzminuten und durfte nur ein einziges Mal in der Startelf ran.
Tottenham beendete die Premier League zuletzt zweimal in Folge auf einem indiskutablen 17. Tabellenplatz. Um das Team schnellstmöglich wieder auf ein höheres Niveau zu hieven, fordert De Zerbi nun deutlich mehr Erfahrung im zentralen Mittelfeld. Die Spurs baggern demnach an Spielern wie Sandro Tonali (Newcastle United), Mateus Fernandes (West Ham) oder auch Bayern-Leihgabe João Palhinha. Für Bergvall bedeutet das: Seine Aussichten auf regelmäßige Spielzeit bei den Spurs sinken rapide.
Konkurrenz aus der Premier League
Sollte der FC Bayern bei Bergvall tatsächlich ernst machen, droht jedoch namhafte Konkurrenz aus England. Besonders Nottingham Forest zeigt großes Interesse an dem 20-Jährigen, da der Klub dringend einen Nachfolger für den scheidenden Elliot Anderson sucht.
Bereits im Januar hatten zudem Aston Villa und der FC Chelsea bei Tottenham wegen Bergvall angeklopft. Die Blues sollen sich nach der damaligen Absage mittlerweile aber auf andere Optionen fokussieren. Ob Bergvall den Weg in die Bundesliga zum FC Bayern findet oder auf der Insel bleibt, dürfte sich wohl erst nach dem Ende der Weltmeisterschaft entscheiden.
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