Wechselt Kehl zur Bundesliga-Konkurrenz? So plant der BVB-Boss
Von Franz Krafczyk

Nach 13 Jahren als Profi bei Borussia Dortmund war schnell klar, dass Sebastian Kehl nach seiner Karriere als Funktionär für die Schwarz-Gelben infrage kommen würde. Im Sommer 2018 nahm der ehemalige Mittelfeldspieler das Amt des Lizenzspielerleiters an und wurde 2022 zum Sportdirektor ernannt. Nun könnte Kehl den BVB jedoch offenbar verlassen und zu einem Bundesliga-Konkurrenten wechseln.
Wie die Bild berichtet, ist der VfL Wolfsburg an Kehl interessiert. Bei den Niedersachsen, wo im November Trainer Paul Simonis und Sportdirektor Sebastian Schindzielorz gehen mussten, läuft die Suche nach einem neuen Sportchef auf Hochtouren. Der Name des Dortmunders sei in diesem Zusammenhang zuletzt immer wieder gefallen.
Kehl soll in Wolfsburg einen „hervorragenden Ruf” genießen. Allerdings kursieren in der Autostadt auch andere Namen. So werden derzeit auch Nils-Ole Book von der SV Elversberg und Marcus Mann von Hannover 96 als neue Sportdirektoren gehandelt.
Kehl-Wechsel unrealistisch - doch es gibt ein Aber
Für den VfL dürfte Kehl allerdings kaum zu bekommen sein, schließlich ist dieser nicht nur als eng mit dem BVB verbunden, sondern auch in Dortmund familiär verwurzelt. Außerdem benötigt Wolfsburg so schnell wie möglich einen neuen Sportdirektor, der Vertrag des 45-Jährigen läuft im Ruhrpott aber noch bis 2027. Ein Wechsel käme für Kehl wohl also zu kurzfristig.
Der Wechsel nach Wolfsburg würde für Kehl wohl nur dann interessant werden, wenn ihm der VfL einen höheren Posten auf Vorstands- oder Geschäftsführer-Ebene anbieten würde. In Dortmund wartete der Ex-Profi 2024 vergeblich auf eine Beförderung zum Sportvorstand. Diesen Posten bekam stattdessen Lars Ricken, der als Funktionär zuvor noch gar keine Erfahrung im Profibereich hatte.
Durch die internen Machtkämpfe in Dortmund, von denen Kehl immer wieder betroffen war, könnte er sich Angebote anderer Klubs zumindest einmal anhören. Unklar bleibt trotzdem, wie attraktiv eine Stelle beim aktuellen Tabellenfünfzehnten der Bundesliga für ihn wirklich wäre.
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