Warum der 1. FC Köln eine Kehrtwende in den Winter-Transferplänen vollzieht

Eigentlich wollten die Geißböcke im Winter drei neue Spieler verpflichten. Im Fokus stand die Abwehr. Warum sich die Pläne jetzt geändert haben und Trainer Kwasniok keinen akuten Bedarf sieht. 🔄
Lukas Kwasniok sieht keinen akuten Bedarf neue Spieler zu verpflichten
Lukas Kwasniok sieht keinen akuten Bedarf neue Spieler zu verpflichten / INA FASSBENDER/GettyImages
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Der 1. FC Köln wartet mittlerweile seit acht Bundesliga-Spielen auf einen Sieg. Der Negativlauf der Geißböcke mit nur drei von möglichen 24 Punkten sorgte dafür, dass der Aufsteiger zum Abschluss der Hinrunde auf Rang zwölf abgerutscht ist. Die schlechteste Platzierung der laufenden Saison.

Zum Start der Rückrunde wartet am Samstagnachmittag im eigenen Stadion nun ein wegweisendes Duell. Der 16. aus Mainz ist zu Gast. Mit einem Heimsieg könnte der Effzeh die jüngsten Rückschläge vergessen lassen und das Polster auf die Abstiegsränge wieder komfortabel ausbauen. Geht das Spiel verloren, dürfte der Krisenmodus aber akut werden.

Die Bild hatte zu Beginn der Woche schon von zwei Endspielen für Trainer Lukas Kwasniok berichtet. Das Duell gegen die Bayern (1:3) sei aber nur ein "Bonus-Spiel" gewesen, gegen die Nullfünfer müsse das Team abliefern. Bei einer herben Pleite würde Kwasnioks Trainerstuhl wohl wackeln.

Kehrtwende in der Winter-Transferplanung

Mehr als nur wackeln sollen derweil die ursprünglichen Winter-Transferpläne. Laut Bild wollte man eigentlich drei neue Spieler verpflichten. Im Fokus stand die Defensive nach zahlreichen Ausfällen in der Abwehr.

Gekommen ist bislang allerdings mit Innenverteidiger Jahmai Simpson-Pusey nur ein 20-jähriges Talent, das eher als Perspektivspieler eingeplant war. Zum Start in Köln machte Simpson-Pusey aber einen guten Eindruck, stand in beiden Spielen gegen Heidenheim und die Bayern 90 Minuten auf dem Platz.

Da die Rotsperre von Rav van den Berg jetzt abgelaufen ist und Joël Schmied sowie Dominique Heintz nicht mehr allzu lange ausfallen sollen, hat sich die Personalsituation wieder deutlich entspannt. Dazu kommt, dass Cenk Özkacar seine Chance gegen die Bayern durchaus nutzen konnte und Alessio Castro-Montes einer der Gewinner der Vorbereitung ist.

Kwasniok sieht keinen akuten Transfer-Bedarf

"Ich habe immer gesagt, wir müssen die Dinge ruhig und sachlich analysieren. Es ist keine Not am Mann. Durch die Rückkehr von Eric Martel und Rav van den Berg haben wir schon jetzt zwei Alternativen mehr", befindet auch Kwasniok.

"Und man darf nicht vergessen: Wenn man einen Spieler neu dazuholt, bedeutet das auch, dass ein anderer wieder weniger Einsatzzeit bekommt. Ich sehe den akuten Bedarf nicht. Wir haben es auch mit den Jungs, die da sind, geschafft, fünf Punkte vor dem Relegationsplatz zu stehen. Das Wichtigste ist, mit den Jungs zu arbeiten und Vertrauen zu schenken", so der Effzeh-Coach weiter.

Klingt, als habe man sich am Geißbockheim von den ursprünglichen Transferplänen verabschiedet. Effzeh-Fans sollten jedenfalls nicht überrascht sein, wenn bis zum 2. Februar kein Neuzugang mehr präsentiert wird. Eine Ausnahme würden die Kölner nur "bei absoluten Top-Leuten" machen. In diesem Fall heißt es laut Kwasniok: "zuschlagen".

Ob eine Rückkehr von Sebastiaan Bornauw aus Leeds oder ein Transfer von Stefan Posch von Como in diese Kategorie fallen würde, bleibt offen. Bei beiden soll der Effzeh wegen eines Deals angefragt haben - bislang ohne Erfolg.


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