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Wachablösung im Bayern-Zentrum: Dieses DFB-Juwel erbt Goretzka-Nummer

Nach dem ablösefreien Abgang von Leon Goretzka wird dessen Position nun intern neu besetzt – und das bringt für Tom Bischof eine geschichtsträchtige Veränderung mit sich.
Tom Bischof erbt zur neuen Saison die Rückennummer 8 von seinem ehemaligen Teamkollegen Leon Goretzka
Tom Bischof erbt zur neuen Saison die Rückennummer 8 von seinem ehemaligen Teamkollegen Leon Goretzka | Marcel Engelbrecht - firo sportphoto/GettyImages

Zur neuen Saison 2026/27 setzt Cheftrainer Vincent Kompany im Maschinenraum des FC Bayern München ein echtes Statement. Wie der deutsche Rekordmeister offiziell bekannt gab, wird Tom Bischof fortan mit der Rückennummer 8 auflaufen. Der 21-Jährige tauscht damit sein Trikot mit der bisherigen Nummer 20 gegen das Jersey, das zuletzt von Leon Goretzka getragen wurde.

Goretzka, der den Verein nach acht erfolgreichen Jahren und dem Auslaufen seines Vertrages Ende Juni 2026 verlassen hat, befindet sich aktuell noch auf der Suche nach einem neuen Arbeitgeber. Bischof hingegen rückt nun endgültig ins Epizentrum des Münchner Spiels.

Ein enormes Versprechen für die Zukunft

Der erst 21 Jahre alte Bischof gilt als eines der größten Talente des deutschen Fußballs. Im Sommer 2025 wechselte er ablösefrei von seinem Ausbildungsverein TSG 1899 Hoffenheim an die Isar und sicherte sich in seiner Premierensaison auf Anhieb die deutsche Meisterschaft sowie den DFB-Pokal.

Während Kompany den Youngster in der vergangenen Saison in 26 Bundesliga-Einsätzen mit drei Tore und zwei Vorlagen oftmals noch als Allzweckwaffe auf den Außenverteidiger-Positionen einsetzte, ist er nun fest für das zentralen Mittelfeld eingeplant. Seine enorme Passqualität und pressingresistente Spielweise haben seinen Marktwert mittlerweile auf rund 40 Millionen Euro hochschnellen lassen.

Zudem tröstet diese neue Wertschätzung bei den Bayern wohl auch über einen Rückschlag auf internationaler Bühne hinweg: Von Julian Nagelsmann wurde der Kapitän der U21-Auswahl nicht für den WM-Kader nominiert. Unter designierten neuen Bundestrainer, Jürgen Klopp, gilt er jedoch als zentraler Hoffnungsträger für den kommenden Neuaufbau der Nationalmannschaft.

Die schwere Bürde der Nummer 8

Mit der Nummer 8 auf dem Rücken tritt Bischof beim FC Bayern in große Fußstapfen. Vor Goretzka (2021-2026) prägte vor allem der Spanier Javi Martínez (2012-2021) als gnadenloser Defensiv-Anker und doppelter Triple-Sieger dieses Trikot.

Doch die Nummer birgt auch Risiken: Vor der Ära Martínez galt die 8 an der Säbener Straße kurzzeitig sogar als verflucht. Spieler wie Torsten Frings, Ali Karimi oder Hamit Altıntop erlebten mit dieser Nummer auf dem Rücken oftmals sportlich unglückliche Phasen, die von Verletzungen oder ausbleibendem Erfolg geprägt waren. Erst Javi Martínez konnte diesen Bann brechen.

Nun liegt es an Tom Bischof, die traditionsreiche Nummer 8, die vor Einführung der festen Rückennummern im Jahr 1995 bereits Weltstars wie Paul Breitner oder Lothar Matthäus zierte, in eine neue, erfolgreiche Ära zu führen.


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