Vorzeitige Rückkehr vom FCN? Leverkusen-Leihe wird zum Fiasko
Von Franz Krafczyk

Im August 2022 sicherte sich Bayer 04 Leverkusen mit Artem Stepanov ein vielversprechendes Sturmtalent von Schachtar Donezk. Nachdem der Ukrainer erst in der U17 und im Folgejahr in der U19 eingesetzt wurde, sollte ihm eine Leihe in diesem Sommer dabei helfen, auch im Profigeschäft Fuß zu fassen.
Der erst 18-jährige Stepanov wurde vor der Saison für ein Jahr an den 1. FC Nürnberg ausgeliehen. Sein erstes halbes Jahr bei den Franken ließ jedoch zu wünschen übrig. Obwohl ihm Miroslav Klose in der Hinrunde immer wieder das Vertrauen schenkte und ihn 15 Mal in der 2. Liga spielen ließ, steht Stepanov nach wie vor bei null Saisontoren. Sein einziger Treffer für den Club gelang ihm in der ersten Pokalrunde gegen den FV Illertissen, als sich der FCN im Elfmeterschießen mit 8:9 geschlagen geben musste.
Der Start ins neue Jahr verlief für Stepanov sogar noch ernüchternder. Schon beim Testspiel gegen die Grasshoppers Zürich in der Winterpause saß er über die volle Spielzeit von 135 Minuten nur auf der Bank. Ein klares Zeichen von Klose, der das Talent dann beim Rückrundenstart gegen Elversberg (3:2) nicht einmal für den Kader nominierte. Und das, obwohl mit Adriano Grimaldi ein Konkurrent krankheitsbedingt ausfiel.
Klose äußert sich zu möglichem Leihabbruch
Wird nun sogar ein Leihabbruch zum Thema? "Das weiß ich nicht. Da ist Joti [Sportvorstand Joti Chatzialexiou] der richtige Ansprechpartner", sagte Klose (via clubfokus.de) nach dem Elversberg-Spiel. "Aber Artem hat es einfach nicht in den Kader geschafft. Das habe ich gesagt: Ich habe ihm Minuten gegeben, habe genug von ihm gesehen. Er muss sich dem Konkurrenzkampf stellen. Das ist das, was wir ihm gesagt haben."
"Aber da jetzt zu viel hineinzuinterpretieren mit Leihabbruch – das wäre zu viel", fügte Klose jedoch an. "Fakt ist, dass er noch einen Konkurrenten dazubekommen hat – und der es richtig gut macht. Das bleibt stehen. Es geht nach Leistung. Ich bin Trainer und muss das bewerten, was ich sehe, und dementsprechend dann auch handeln."
Der neue Konkurrent, den Klose meint, ist der 20-jährige Piet Scobel, der Nürnberg mit einem Doppelpack gegen den Tabellenzweiten zum Sieg schoss. Die Chancen von Stepanov stehen also nun nicht gerade besser.
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