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Vorschneller Verkauf? Ex-Gladbach-Stürmer dreht in der Schweiz auf

Haben die Fohlen Winsley Boteli zu früh abgegeben?
Boteli ist in starker Frühform
Boteli ist in starker Frühform | SOPA Images/GettyImages

Borussia Mönchengladbach ist auf dem Transfermarkt fleißig unterwegs. Sportdirektor Rouven Schröder verpflichtete bereits neun neue Spieler und treibt damit den notwendigen Umbruch bei den Fohlen voran.

Gleichzeitig nahm Gladbach auch über 27 Millionen Euro ein, wobei der Löwenanteil dabei die 20 Millionen sind, die der Wechsel von Rocco Reitz zu RB Leipzig in die Kassen spülte. Zweitteuerster Verkauf war dabei übrigens der von Winsley Boteli an den FC Sion für 3,5 Millionen Euro – doch hier könnte Gladbach vorschnell gehandelt haben.

Beeindruckende Entwicklung

Denn der 20-Jährige präsentiert sich in beeindruckender Frühform und traf in der Qualifikation zur Conference League viermal in vier Spielen und bereitete dazu auch noch einen Treffer vor. Sein Marktwert wird mittlerweile auf fünf Millionen Euro taxiert.

Es sieht also immer mehr danach aus, als hätten die Fohlen hier zu früh verkauft – zumal Boteli in dieser Form auch eine Alternative für den Bundesliga-Kader gewesen wäre. Denn das war beim Verkauf damals ein entscheidender Faktor: Man konnte bzw. wollte dem 20-Jährigen keine regelmäßige Spielzeit garantieren.

Vorschnell gehandelt?

Die beeindruckende Frühform zeigt jedoch, dass sich Gladbach in der Bewertung von Botelis Fähigkeiten verschätzt hat. Denn in der aktuellen Form wäre er als Backup von Tim Kleindienst oder sogar als direkter Ersatz für Shuto Machino eine ernsthafte Alternative.

Schließlich hätte Boteli perfekt den neuen Gladbacher Weg symbolisiert. Ein Spieler, der es aus der eigenen Jugend in den Kader schafft, durchstartet und dem Verein dann eine hohe Ablösesumme einbringt, so wie es jetzt bei Rocco Reitz passierte.

Doch Gladbach entschied sich lieber für das schnelle Geld. Zwar sicherten sich die Fohlen eine Weiterverkaufsklausel in Höhe von zehn Prozent, doch spielt Boteli so weiter, dann dürfte man am Niederrhein ebenfalls zur Erkenntnis kommen, dass man beim Schweizer vorschnell gehandelt hat.


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