Der Hamburger SV hat im ersten Jahr nach dem Aufstieg relativ souverän den Klassenerhalt geschafft und die Saison auf Platz 13 abgeschlossen. Glaubt man einer alten Fußball-Weisheit, dann ist das zweite Jahre aber noch schwerer – mit der Begründung, dass die Gegner den HSV nun nicht mehr unterschätzen werden und besser einschätzen können.
Wie viel man von dieser Floskel halten will, bleibt jedem selbst überlassen. Trotzdem dürfte jedem HSV-Fan klar sein, dass man auch 2026/27 eher nach unten als nach oben gucken muss. Insofern wird man am Volkspark wohl zufrieden sein, wenn man erst gar nicht in größere Abstiegsnot kommt.
Doch wie realistisch ist das? Der mittlerweile berühmte Supercomputer von Opta liefert dazu eine Antwort, denn er hat die neue Saison insgesamt zehntausend Mal simuliert und darauf aufbauend die Wahrscheinlichkeiten von unterschiedlichen Szenarien erstellt.
Supercomputer sieht 20%-ige Chance auf direkten HSV-Abstieg
Nach dem Pokal-Spiel gegen Verl, das der HSV souverän mit 3:0 gewann, glaubt die KI an eine ähnliche Saison wie im Vorjahr: Der Supercomputer prognostiziert die Rothosen auf Rang 13, mit einer zu erwartenden Punktausbeute von knapp 39 Zählern. Zum Vergleich: Im Vorjahr hätten bereits 30 Punkte für Platz 15 gereicht. Soweit so gut also.
Doch wie groß ist die Abstiegsgefahr denn an der Elbe nun in Prozent?
Die Wahrscheinlichkeit, dass der HSV am Saisonende den 17. oder 18. Platz belegt und somit direkt absteigt, wird vom Supercomputer auf 20,1% beziffert. Dass das Team von Merlin Polzin in die Relegation muss, liegt bei 9,1%. Addiert man beide Wahrscheinlichkeiten, geht der Supercomputer davon aus, dass der HSV "nur" in knapp 70% aller Fälle am Saisonende über dem Strich liegt.
Das zeigt: Allzu sicher sollte man sich in Hamburg nicht sein – denn womöglich ist an der obigen Fußball-Weisheit dann doch etwas mehr dran.
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